Der Atem des Himmels

Der Atem des Himmels

Die Liebe und der Tod sind Thema dieses Films, dem eine wahre Geschichte zu Grunde liegt. Eine Geschichte, die in Reinhold Bilgeris Roman 'Der Atem des Himmels' zum Bestseller wurde. Die dramatische Love-Story entwickelt sich vor dem Hintergrund der größten Lawinenkatastrophe, die den Alpenraum je heimgesucht hat. Erna von Gaderthurn beschließt im Alter von 41 Jahren, und nach dem Tod ihres geliebten Vaters, ein neues Leben zu beginnen. Sie löst sich aus der Umklammerung ihrer dominanten Mutter, deren Standesdünkel ihr unerträglich werden und verlässt das elterliche Schloss in Südtirol, um eine Lehrerstelle in Blons (Großes Walsertal), einem kleinen Dorf in den Vorarlberger Alpen, anzutreten. Wie viele Frauen hat sie ihren Mann bereits kurz nach der Hochzeit im letzten Kriegsjahr verloren. Auf sich allein gestellt wagt sie den Schritt in diese neue, rauhe Welt - es ist dies Flucht und Neubeginn zugleich. Ernas Erscheinen im Spätsommer 1953 in jenem Bergdorf am Fuße des Montcalv sorgt für große Aufregung. Die Männer verrenken sich ihre knorrigen Hälse, während die Frauen Unheil wittern. Die Gegensätze könnten größer nicht sein, zwei Welten prallen aufeinander, als Erna auf dem Bauernhof der Familie Jenny einquartiert wird. Die feingliedrige Kultiviertheit einer verarmten Adeligen trifft auf den trotzigen wortkargen Stolz der Menschen am Berg: Eugenio Casagrande, allerdings, ihr neuer Lehrer-Kollege, ein gutaussehender, kauziger Kerl, bringt schon bei der ersten Begegnung ihr Herz ins Stolpern. Der anarchische Touch in seinem Temperament hat Erna schon im ersten Blick gefesselt. Eugenio ist beseelt von zwei großen Leidenschaften: seinem Jazz Saxophon und einem Lawinenschutz-Programm, das seit jeher im Tal vernachlässigt wird. Selbst die lange Chronologie tödlicher Katastrophen konnte den Fatalismus der Dörfler nicht mindern. Bald schon erfährt Erna vom schwelenden Konflikt, den Eugenio und sein prominenter Antagonist, Baron von Kessel, seit Jahren miteinander austragen.

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