Deine besten Jahre

Deine besten Jahre

Eine Frau, der es an nichts fehlt - Vera Kemp: reiche Firmenerbin, Herausgeberin, glückliche Ehefrau und Mutter. Die junge Frau stellt fest, dass sie ihr ganzes Leben unter einer Glasglocke verbracht hat. Ihr verstorbener Vater, der tatkräftige Ehemann Manfred und die lebenskluge Schwiegermutter Lisbeth haben stets dafür gesorgt, dass Vera Kemp mit dem rauen Wind der Wirklichkeit nie in Berührung kam. Der Wendepunkt in Veras Leben ereignet sich an ihrem 36. Geburtstag. Wie ein Keulenschlag trifft sie die Behauptung einer fremden jungen Frau, sie sei die Geliebte ihres Mannes Manfred. Plötzlich sieht sie die Welt mit neuen Augen. Niemand nimmt sie richtig ernst, schon gar nicht ihre Tätigkeit als Kunstbuch-Herausgeberin. Auch in der Familienfirma, die ihr Ehemann Manfred leitet, spielt sie als Hauptanteilseignerin nur pro forma eine Rolle. Um die Gesetze der Geschäftswelt hat sie sich nie gekümmert. In dieser verwirrenden Situation trifft Vera auf einen faszinierenden Mann: Andreas Wolgast. Er bringt ihre Probleme unwissentlich auf den Punkt: Vera Kemp ist eine Ikone, schön, geliebt und fernab der Wirklichkeit. Eine Frau, die ihre Lebenswelt aktiv mitbestimmt, ist sie nicht - eine bittere Erkenntnis, die ihr dieser Geburtstag beschert hat. Vera beginnt, um ihren Mann zu kämpfen, mit überraschenden Mitteln: Als er sie zu einer wichtigen Unterschrift drängt, die die Umwandlung des Kemp-Werkes in eine Aktiengesellschaft verhindern soll, macht sie ihm ein verführerisches Angebot: Sie wird unterschreiben, wenn er bereit ist, mit ihr ein zweites Kind zu bekommen. Überrascht stimmt Manfred zu. Sie verreisen spontan, zweite Flitterwochen sollten es werden. Veras Strategie geht auf - ein Gespräch über eine eventuelle Geliebte scheint nicht mehr nötig. Aber das Schicksal schlägt zu, brutal und rücksichtslos. Manfred und Sohn Thomas verunglücken mit dem Auto. Beide sind tot. Und wieder ist es Andreas Wolgast, der im richtigen Moment Trost spendet. Nach dem Verlust psychisch und physisch am Ende, wird Vera unter starke Medikamente gesetzt.

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