Das Rote Erbe - Künstler und die sozialistische Vergangenheit

Das Rote Erbe - Künstler und die sozialistische Vergangenheit

Kunst und KulturD  

30 Jahre nach dem Mauerfall wird in den ehemaligen Ländern des Ostblocks die Erinnerung an den Kommunismus offiziell eher verdrängt. Ganz anders die Künstler - sie setzen sich mit dem sozialistischen Erbe auseinander, legen den Finger in die Wunden, loten Unausgesprochenes aus, spüren verlorenen Sehnsüchten nach und spiegeln damit auch die Vielfalt der Umwandlungsprozesse in ihren Heimatländern.

Anders als jedes andere Land des Ostblocks wurde die ehemalige DDR einfach einem bereits existierenden Staat einverleibt, der Werte und Identität für alle vorgibt. 30 Jahre nach der Wende brechen Narben des Zusammenbruchs wieder auf. Die Künstler verarbeiten diesen radikalen Umbruch und ergründen Identitätsprobleme.

Die Dokumentation begleitet den Maler Norbert Bisky, der die Gespenster seiner sozialistischen Vergangenheit zu prallen Gemälden verarbeitet. Zeigt, wie der Künstler Jörg Herold auf Dinge aufmerksam macht, die in Vergessenheit geraten sind oder gerade vergessen werden. Und er begleitet die Fotografin Margret Hoppe, die immer dann mit ihrer Kamera da ist, wenn wieder ein Kunstwerk aus der DDR abgetragen wird; ihre Arbeit ist ein Archiv des Verschwindens.

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