Das Koch-Kommando

Das Koch-Kommando

Essen und Trinken 

Die deutsche Nationalmannschaft der Militärköche kämpft beim "Culinary World Cup" in Luxemburg, bei der offiziellen Kochweltmeisterschaft um Gold und den Weltmeistertitel.

Alles ist generalstabsmäßig geplant und minutiös vorbereitet Die Elite-Einheit der Bundeswehr hat sich für eine Woche in Luxemburg einquartiert. "Wir sind top ausgebildet, flexibel, eins a ausgerüstet, überall einsetzbar, und wir sind alle freiwillig hier".

Hauptfeldwebel Oliver Seitz leitet seine Einheit im Einsatzgebiet Feldküche.

Sie feuern in ihrer Feldküche aus allen Töpfen und Tiegeln: Jakobsmuschel-Garnelen-Roulade im Kokosmantel mit Chilikirschen oder ein Duo von rosa Rehrücken im Tramezzinimantel und aromatischen Kalbsmedaillons mit Kräuterhaube. Und die Patisserie der Bundeswehrköche liefert zum Menüabschluss ein Physalis-Seealgen-Ragout, flankiert vom Himbeer-Jasmin-Sorbet und Nusskrokant-Wolken.

Die Nationalmannschaft der Bundeswehr-Köche ist ein militärisches Prestigeprojekt, das nichts mit der einfachen Truppenverpflegung gemein hat. "Wir sind 40 Wochen im Jahr unterwegs und kochen bei großen Veranstaltungen für prominente Bundeswehrvertreter und auch zivile Gastgeber", berichtet Teamkapitän Seitz. Dazu zählt das Sommerfest des Bundespräsidenten im Garten des Schlosses Bellevue ebenso wie die Tagung mit hohen NATO-Generälen in Brüssel. "Wir müssen immer auf den Punkt genau beste Qualität liefern." Und so wie die zivilen Kollegen nach den Michelin-Sternen greifen oder in den Gault-Millau-Himmel kommen wollen, wäre für Seitz und seine Truppe der Weltmeistertitel die höchste Auszeichnung.

Beim Kochduell der Militärmannschaften in Luxemburg erwarten alle "ein hartes und spannendes Kochduell zwischen den acht teilnehmenden Nationen". "Wir müssen da ja nicht nur unsere eigene Ehre verteidigen, sondern auch die Ehre unseres Landes", sagt Oliver Seitz.

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