Das Fenster zum Hof

Das Fenster zum Hof

"Das Fenster zum Hof" zählte Hitchcock zu den Lieblingsfilmen in seinem Gesamtwerk, für viele seiner Fans ist es der beste "Hitchcock" überhaupt. Schwarzer Humor, Spannung, eine straffe Dramaturgie und der exzellente Kunstgriff, den Film bis auf zwei Ausnahmen aus der Perspektive James Stewarts zu erzählen, machen den besonderen Reiz des Films aus. James Stewart als Voyeur, stellvertretend für den Zuschauer. Hitchcock selbst dazu: "Wir sind alle Voyeure. Ich wette, dass von zehn Leuten, wenn sie am Fenster gegenüber eine Frau erblicken, die schlafen will und sich auszieht, oder auch nur einen Mann, der sein Zimmer aufräumt, dass neun von zehn nicht anders können, als hinzuschauen... James Stewart an seinem Fenster, das ist auch die Situation des Kinozuschauers."

James Stewart und Grace Kelly, die das ungleiche Liebespaar und Detektivgespann spielen, gehörten zu des Meisters Lieblingsstars. So hat Hitchcock für die Auswahl von Grace Kellys edlen Roben fast genau so viel Zeit aufgewendet wie für das Drehbuch. Und als Episode am Rande: Hitchcock ließ den Film in den Sechzigerjahren für Kino und Fernsehen sperren, um u.a. mit ihm später seinen Lebensabend finanzieren zu können. Er selbst hat es nicht mehr erlebt, aber die Wiederaufführung 1984 war eine kleine Sensation.

Nach einer Erzählung von Cornell Woolrich

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