Das Fenster zum Hof

Das Fenster zum Hof

Der weltgewandte Fotograf Jeff kann sein New Yorker Appartement nicht verlassen, weil er ein gebrochenes Bein hat. Er verbringt also die meiste Zeit am Fenster und beobachtet seine Nachbarn. Abwechslung in Jeffs Leben bringen zwei Frauen - seine resolute Krankenschwester Stella und die schöne, aus der New Yorker High Society stammende Lisa Fremont, die gerne Jeffs Ehefrau werden würde. Jeff beobachtet, dass seine Nachbarin von gegenüber, Mrs. Thorwald, nachdem sie einige Zeit krank im Bett gelegen hatte, plötzlich spurlos verschwunden zu sein scheint. Aufgrund seiner Beobachtungen kommt Jeff zu dem Schluss, dass Lars Thorwald sich seiner Ehefrau entledigt hat - und zwar durch Mord. Während Jeff Lisa von der Mordtheorie überzeugen kann, lässt sich sein Freund von der New Yorker Polizei nicht dafür erwärmen. Doch Jeff will den Mord nachweisen und gerät dadurch in einen dramatischen Showdown in seinem eigenen Appartement. 'Das Fenster zum Hof' ist als Kammerspiel ein Experiment in Hitchcocks langer Karriere - ein Film, der nur in einem Raum spielt und den Zuschauer in eine gespiegelte Situation versetzt: Wie Jeff vor seinem Fenster sitzt er da und sieht sich an, was andere treiben, ohne eingreifen zu können. Hitchcock ließ zu diesem Zweck in den Paramount-Studios das bis zu diesem Zeitpunkt größte Innen-Set der Filmgeschichte konstruieren. Raymond Burr, der hier den unsympathischen Nachbarn gibt, wurde Jahre später auf der anderen Seite des Gesetzes ein bekannter Serienstar - als der an den Rollstuhl gefesselte Anwalt in 'Der Chef'.

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