Das Erbe der Guldenburgs

Das Erbe der Guldenburgs

Nicht weit entfernt von Hamburg, im südlichen Schleswig-Holstein, haben die Guldenburgs ihren Besitz. Ihnen gehören neben dem Schloss noch Ländereien, ein Gestüt und eine Bierbrauerei. Ihren Reichtum verdanken sie außerdem ihrer Beteiligung an einer Privatbank. Die Familie hat es bisher immer verstanden, den Zerfall der Adelsmacht zu verhindern, wenigstens was ihr kleines Reich angeht. Geführt werden sie und die Unternehmungen von Martin Graf von Guldenburg. Das ist ein Name, der am Ort und in der in der Nähe gelegenen Kreisstadt etwas gilt. Doch es gibt wirtschaftliche Probleme, von denen niemand etwas ahnt. Das Gestüt ist ein aus- gesprochener Zuschussbetrieb und die Brauerei nicht so leistungsfähig, dass alle anstehenden finanziellen Verpflichtungen auf Dauer erfüllt werden könnten. Da reift in Graf Martin Guldenburg der Plan, mit einem Teil seines Grundbesitzes eine geldbringende Idee zu verwirklichen. Doch bevor er in konkrete und abschließende Verhandlungen treten kann, ereilt die Familie ein tragisches Unglück. Zur Feier seines 60. Geburtstages trifft sich auf Schloss Guldenburg die ganze Familie des Hausherrn. Es sind sein Bruder Dr. Max von Guldenburg, Tochter Evelyn aus erster Ehe und ihr Mann Achim Lauritzen, der in Hamburg eine Werbeagentur betreibt; Thomas, sein Sohn aus erster Ehe, der allerdings lieber an der Côte d'Azur seine Yacht besteigen würde als das Flugzeug nach Hamburg; Sascha, Sohn aus seiner jetzigen Ehe mit Christine, der als Student in Oxford lebt; und Tochter Nane, die 18-jährige Gymnasiastin, Lieblingstochter des Grafen. Absolute Respektsperson im herrschaftlichen Haus aber ist die alte Gräfin Herta. Obwohl schon 80 Jahre alt, wacht sie mit Argusaugen über das Imperium, das seine Existenz nicht zuletzt ihrer Zähigkeit, ihrem Durchsetzungswillen verdankt. Kaum haben sich die Guldenburgs im Kreis prominenter Gäste eingefunden, kündigt sich ein besonderer Besuch an: Mit ihrem Helikopter schwebt Margot Balbeck, Brauereibesitzerin aus Hamburg, ein.

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