Damals...

Damals...

Während schon zu Ludwig Ganghofers Zeiten die Sommerfrischler das Berchtesgadener Land und den Königssee überschwemmten, blieb das Land zwischen Watzmann, Göll und Untersberg zumindest im Winter von den touristischen Heerscharen verschont. Damals fanden die Bauern, Holzfäller und Bergknappen auch noch Zeit und Muße, das berühmte Berchtesgadener Schnitzwerk herzustellen: Spielzeug, Krippenfiguren, hölzerne Docken, Gadeln und Schaberbandeln.

Anfang der 1960er-Jahre allerdings entdeckte der Wintersport dann doch noch den Rupertiwinkel. Viele griffen nun lieber zum Skistock als zum Schnitzmesser. Alte Bräuche wie das "Christkindl-Anschießen" oder das "Buttnmandl-Laufen" wurden zur Attraktion für Touristen, die sich ansonsten zum Twisten beim Berchtesgadener "Dinner-Dancing" trafen.

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