Cartouche, der Bandit

Cartouche, der Bandit

HistorienabenteuerF/I  

Cartouche (Jean-Paul Belmondo) ist ein Meister in der Kunst der Langfinger. Was er bei einem einzigen Diebeszug auf Pariser Straßen erbeutet, kann sich sehen lassen. Zwischendurch findet er noch Zeit, den Damen schöne Augen zu machen, beispielsweise der Gattin des Polizeipräfekten. Furcht kennt der junge Strauchdieb kaum, er legt sich sogar mit dem mächtigen Bandenchef Molichot (Marcel Dalio) an. Danach hält er es allerdings für ratsam, einige Zeit in der Armee unterzutauchen und dort zu demonstrieren, wie man auch in sicherer Deckung zu kriegerischem Ruhm gelangen kann. Später setzt er sich wieder nach Paris ab. Die Schelmenstückchen seiner Bande werden immer dreister, nicht einmal königliche Geldtransporte sind vor ihm sicher. Cartouche hat nur eine Schwäche, die vor allem seine Freundin Venus (Claudia Cardinale) bedauert: Er empfindet zu viel für Madame de Ferrussac (Odile Versois), deren Mann ihn jagen lässt. Um ihr zu imponieren, leistet er sich Streiche, die den Polizeipräfekten (Philippe Lemaire) schäumen lassen. Eines Nachts riskiert er allzu viel und wird gefangen genommen. Seine Bande lässt ihn jedoch nicht im Stich, in einem wilden Handgemenge mit den Gendarmen kann sie Cartouche befreien. Seine Rettung wird jedoch teuer erkauft: Einer der letzten Schüsse tötet Venus. Mit ihrem Leichnam auf den Armen dringt Cartouche in den Palast ein, wo der Pariser Adel seine Festnahme feiert, und bereitet seiner toten Geliebten ein einzigartiges Leichenbegräbnis. Der 1933 geborene Regisseur Philippe de Broca begann als Assistent Claude Chabrols. Von Anfang an bewies de Broca, der zu den profiliertesten Regisseuren Frankreichs zählt, sein besonderes Talent für die Komödie, das sich im Mantel-und-Degen-Film 'Cartouche, der Bandit' mit einem Faible für rasante Aktion verbindet. Dabei kommen weder das Vergnügen an turbulenten Abenteuern noch der intellektuelle Spaß an handfester Satire zu kurz.

Bewertung

4,0   1 Stimme