Blickwechsel Spezial: Brauchtum blüht auf
Servus TV Austria
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Und stößt in manchen Kreisen bis heute auf Kritik: Dirndl und Lederhose seien "rechts", Bräuche ein Zeichen für Stillstand. Doch den Großteil der Bevölkerung scheinen Medienberichte über solche Klischees nicht mehr zu interessieren. Inklusive der Annahme, Mundart sei etwas von gestern.
"Was ich nicht will, ist, dass Dialekt manchmal als tollpatschig oder dumm wahrgenommen wird, weil das absolut nichts damit zu tun hat, es geht um den Inhalt und nicht um die Art der Ausdrucksweise", sagt der steirische Musiker und Kabarettist Paul Pizzera.
Mit den Vorurteilen der Städter kämpft die Dirndl-Produzentin Anna Tostmann noch heute immer wieder:
"Wenn sie hierher oder eben aufs Land kommen, dann wollen sie halt einfach, dass das einfach noch so ist, wie sie sich es vorstellen, aber es ist nicht so. Also wir haben hier tatsächlich schon warmes Wasser und elektrischen Strom und auch sonst können wir ganz gut leben."
Das Dirndl ist nicht rechts
So manches Klischee hält sich hartnäckig. Laut einer exklusiven OGM-Umfrage für BLICKWECHSEL verbinden 15% der Österreicher das Dirndl mit dem politisch rechten Spektrum. Vor allem Wähler der Grünen sehen das häufig so. Laut dem Soziologen Bernhard Heinzlmaier tut man mit so einem Urteil der Tracht unrecht. "Das ist eine Verkürzung. Ich kann ja nicht sagen, das sind alles rechtsradikale Blasmusikkapellen oder Volkstanzvereine. Das ist kein politischer Akt, sondern man freut sich diese Sachen anzuziehen, die für Herkunft und kulturelles Erbe stehen. So einfach ist das".
Bald im TV
Bewertung
Mitwirkende
- Regie Dennis Meyer
- Kamera Christoph Wallner