Bischofsweihe in Passau
Dass er jonglieren kann, wird Stefan Oster vielleicht noch helfen, wenn er Bischof von Passau ist: Am Samstag, dem 24. Mai, wird der Salesianerpater im dortigen Stephansdom geweiht und in sein Amt eingeführt. Mit seinen 48 Jahren ist er dann der jüngste Diözesanbischof in Deutschland und, neben dem Benediktiner Gregor Maria Hanke in Eichstätt, der zweite Ordensmann. Stefan Oster stammt aus der Oberpfalz, er wurde zunächst Journalist und studierte dann Philosophie, Geschichte und Religionswissenschaften, bevor er sich dem Orden der Salesianer Don Boscos anschloss. Erst danach studierte er Theologie in Benediktbeuern und wurde 2001 zum Priester geweiht. In Benediktbeuern, an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer, lehrte Stefan Oster als Dogmatikprofessor. Habilitiert hatte er sich bei Rudolf Voderholzer, dem heutigen Bischof von Regensburg. Dieser holte Oster in die Programmkommission des Katholikentags, der Ende Mai in Regensburg stattfindet. Bei der Feier der Bischofsweihe werden viele Priester und Laienbrüder der Salesianer Don Boscos in Passau erwartet, es gibt ein festliches musikalisches Programm und alle bayerischen Bischöfe sind als Konzelebranten beteiligt. Die Weihe vollzieht der Münchener Erzbischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Für das Bistum geht mit Osters Bischofsweihe eine lange Wartezeit zu Ende. Bereits im Oktober 2012 hatte der damalige Papst Benedikt XVI. den Amtsverzicht von Bischof Wilhelm Schraml angenommen, der aber das Bistum bis zum Herbst 2013 noch übergangsweise leitete.