Birthday
Ein alleinlebender Familienvater erinnert sich an ein Ereignis, das genau vor einem Jahr in der Geburtstagsnacht seines fünfjährigen Sohnes geschah. Von Schuldgefühlen gepeinigt, schwankt er zwischen Verdrängung und Erinnerung. Dabei versucht er, in betrunkenem Zustand das rückgängig zu machen, was bereits stattgefunden hat. In einer ausgefeilten Bildsprache, die mit Zeitschleifen und Zeitsprüngen spielt, Gedächtnislücken inszeniert und verdrängte Bilder verschwimmen lässt, macht Regisseur und Kameramann Andrzej Król die Psychologie eines gebrochenen Mannes sinnlich erfahrbar. Allein Töne unterbrechen die dumpfe Stille der alptraumhaften Erinnerungsfetzen, die dadurch noch an Prägnanz gewinnen.