Betrogen

Betrogen

Louisiana, Amerika, kurz vor dem Ende des Bürgerkriegs zwischen den Unionstruppen der Nordstaaten und der Armee der konföderierten Südstaaten. Bei einem Waldspaziergang findet die 13-jährige Amy (Pamelyn Ferdin) einen schwer verwundeten Nordstaatler. Sie bringt Corporal John McBurney (Clint Eastwood) in das abseits gelegene Mädcheninternat, in dem sie lebt. Zunächst reagieren ihre Mitschülerinnen und die Lehrerinnen mit Erschrecken auf den hilflosen Yankee. Doch anstatt den feindlichen Soldaten sofort an die Konföderierten auszuliefern, ordnet die Direktorin Martha (Geraldine Page) an, ihn erst gesund zu pflegen. Sehr schnell weicht die Furcht der Frauen einer tiefen Faszination gegenüber dem attraktiven Mann. Während die kleine Amy eine kindliche Liebe zu McBurney entwickelt, fühlen die jungfräuliche Lehrerin Edwina (Elizabeth Hartman), die laszive Schülerin Carol (Jo Ann Harris) und die strenge Martha sich auch körperlich zu ihm hingezogen. McBurney weiß dieses Begehren für seine Zwecke auszunutzen. Es gelingt ihm sogar, seine Auslieferung an eine Patrouille von Südstaatlern zu verhindern. Zugleich weckt sein erotisches Intrigenspiel Eifersucht unter den Frauen. Vor allem Marthas Zuneigung verwandelt sich in blanken Hass, als man ihn eines Nachts im Zimmer einer Schülerin überrascht. Ihre Rache fällt grausam aus. Das Internat verwandelt sich von einem sicheren Versteck in ein unentrinnbares Gefängnis. McBurney ist seinen Retterinnen hilflos ausgeliefert. Clint Eastwood und Regisseur Don Siegel drehten insgesamt fünf gemeinsame Filme, darunter Klassiker wie den Western 'Ein Fressen für die Geier' und den Thriller 'Dirty Harry'. In dem fesselnden Psychodrama 'Betrogen' besetzte Siegel seinen Star in einer außergewöhnlichen Rolle: Als verwundeten Soldaten unter Frauen sieht man Eastwood in ungewohnt hilfloser Lage. Die düstere Atmosphäre, die symbolschwangere Inszenierung sowie die pikante Aufbereitung von erotischem Begehren und unterdrückter Sexualität sorgten bei der Uraufführung des Films für Irritationen bei Kritik und Publikum.

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