Bestie Mensch

Bestie Mensch

Jacques Lantier ist mit Leib und Seele Lokomotivführer. Er fährt auf der Strecke Paris-Le Havre, seine Lok nennt er zärtlich 'Lison'. Der junge Mann ist für sein Alter ein sehr ernster Mensch. Er leidet unter Depressionen und unheimlichen Anfällen, die er auf seine Herkunft aus einer Familie von Trinkern zurückführt. Eines Tages wird in einem Zug, mit dem er zur Arbeit fährt, ein reicher Gutsbesitzer ermordet. Der Mörder Roubaud, Bahnhofsvorsteher in Le Havre, handelt aus Eifersucht. Lantier schöpft Verdacht, behält das aber für sich, weil ihn Severine, die schöne junge Frau des Mörders, fasziniert. Severine trifft sich fortan heimlich mit ihm und wird seine Geliebte, vor allem aber will sie ihn überreden, ihren Mann umzubringen, vor dem sie sich fürchtet. Sie ahnt nicht, was sie damit für sich und Lantier heraufbeschwört ... Der Lokomotivführer Jacques Lantier verliebt sich leidenschaftlich in die junge Frau eines Bahnhofsvorstehers in Le Havre. Als sie ihn drängt, ihren Mann umzubringen, beschwört sie damit eine Katastrophe für beide herauf. Jean Gabin spielt die Hauptrolle in Jean Renoirs berühmter Verfilmung von Emile Zolas gleichnamigem Roman. Bei 'Bestie Mensch' arbeiten Jean Renoir (1894 - 1979) und Jean Gabin (1904 - 1976) zum dritten Mal zusammen. 1954 inszenierte Fritz Lang mit 'Lebensgier' ein Remake von 'Bestie Mensch', blieb aber hinter dem Original weit zurück. Jean Renoirs meisterhafte Verfilmung des Zola-Romans setzt andere Akzente als die literarische Vorlage. Bei Zola bestimmt erbliche Belastung durch eine Generation von Trinkern Lantiers Verhalten; im Film wird dieser Sachverhalt zwar angesprochen, der Weg in die Katastrophe aber psychologisch sorgfältig begründet. Jean Gabin wartet mit einer schauspielerischen Glanzleistung auf; die Szenen auf der Lokomotive gehören zu den eindrucksvollsten Passagen des Films, den eine glänzende Ensembleleistung und Curt Courants hervorragende Kameraführung zu einem packenden Drama voller faszinierender Alltagsbeobachtungen machen.

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