Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: Das Jahr 2008 Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: Das Jahr 2008 Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: Das Jahr 2008 Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: Das Jahr 2008 Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: Das Jahr 2008 Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: Das Jahr 2008

Berlin - Schicksalsjahre einer Stadt: Das Jahr 2008

RBB Live-TV RBB Morgen, 20:15 - 21:45 Uhr
Zeitgeschichte90 Minuten 

2008 - das Jahr, in dem zum letzten Mal Flugzeuge von Tempelhof starten: Nach 85 Jahren wird der Zentralflughafen geschlossen. Für viele Berliner ein emotionaler Abschied. Fluglehrer Thomas Schüttoff kämpft bis zuletzt für die Offenhaltung des legendären Luftbrücken-Flughafens. Er erinnert sich an prominente Fluggäste und die letzte Nacht von Tempelhof.

Seit Beginn des Jahres ist Berlin rauchfrei - zumindest in Restaurants, Bars und Diskotheken: Das Nichtraucherschutzgesetz tritt in Kraft. Die Wirtin der Musikkneipe "The Doors" in Prenzlauer Berg, Sylvia Thimm, klagt vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das Rauchverbot und bekommt Recht. Im Interview spricht sie über den Gang nach Karlsruhe und die Zigarette nach dem Sieg.

Bei den Olympischen Spielen von Peking gewinnt die Berliner Schwimmerin Britta Steffen zweimal Gold. Sie erzählt von den mühsamen Vorbereitungen, dem Verhältnis zu ihrer härtesten Konkurrentin Libby Trickett und dem Glück, ganz oben zu stehen.

Im August kommt der amerikanische Präsidentschaftskandidat Barack Obama nach Berlin. Er will sich im US-Wahlkampf mit einem Auftritt in der deutschen Hauptstadt als Weltpolitiker profilieren. 200.000 Menschen verwandeln die Straße des 17. Juni in eine "Obama-Fanmeile" und hören eine Rede, in der er für einen neuen Geist der Solidarität zwischen den USA und Europa wirbt: "Jetzt ist die Zeit neue Brücken zu bauen."

Der Friedrichsstadtpalast ist in der Krise: Das traditionsreiche Revuetheater ist hoch verschuldet und schlecht besucht. Berndt Schmidt kommt als neuer Intendant an das Haus und schildert, wie er es mit einem harten Sparkurs und modernen Inszenierungen vor der Schließung bewahrt.

Auch der renommierte Aufbau-Verlag, ehemaliges Flaggschiff der DDR-Literatur, steht vor dem Aus. Der Verlag muss Insolvenz anmelden und sucht dringend einen neuen Eigentümer. Der Kaufmann und pensionierte Lehrer Matthias Koch erzählt, wie er das Traditionshaus übernimmt und zum "Aufbau-Retter" wird.

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