Baja California - Das andere Kalifornien

Baja California - Das andere Kalifornien

Anders als der US-Bundesstaat Kalifornien ist die Baja California in Mexiko kaum bekannt. Dabei ist das 1.200 Kilometer lange 'Niederkalifornien', das an der Südwestküste Nordamerikas durch den Golf von Kalifornien vom Festland getrennt ist, die zweitgrößte Halbinsel der Welt und nur ein paar Autostunden von der Metropole Los Angeles entfernt. Tektonische Kräfte haben die Baja California, die heute wie ein Finger in den Pazifik ragt, vor Millionen Jahren vom mexikanischen Festland losgerissen - und damit eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren praktisch von der Umwelt abgeschnitten. Aus ihnen entstanden durch die Isolation im Lauf der Evolution bizarre Arten - wie zum Beispiel die Handwühle, ein rosafarbenes, zweibeiniges und blindes Reptil, dessen nächste Verwandte rund 3.200 Kilometer entfernt auf dem mexikanischen Festland leben. Auch Klapperschlangen, die ihre Rasseln verloren haben, der Boojam - eine Pflanze, die aussieht, als würde sie kopfüber in der Erde stecken und ihre Wurzeln in die Höhe ragen lassen -, sowie mächtige Kakteen, die gut 20 Meter hoch und zehn Tonnen schwer werden, sind dort zu finden. Die Baja California ist fast zur Gänze eine Wüstenlandschaft. Die trockenste Gegend liegt im Nordosten, im Schatten einer Gebirgskette. Dort fällt nur halb so viel Niederschlag wie im nordamerikanischen Death Valley. In den Gewässern des Golfs von Kalifornien verbringen Grauwale den Winter, und aus dem Meer ragen an die 50 kleine vulkanische Inseln, die zwar karg, aber trotzdem voller Leben sind. Eines der abgelegensten Eilande, die Isla San Pedro Martir, beherbergt eine Kolonie von Blaufußtölpeln, die dort Jahr für Jahr brüten und ihre charakteristischen Balzrituale vollführen. Die Dokumentation 'Baja California - Das andere Kalifornien' stellt die mexikanische Halbinsel vor.

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