Arrietty - Die wundersame Welt der Borger

Arrietty - Die wundersame Welt der Borger

Borger sind kleine Leute, gerade mal handgroß, die sich von den Menschen borgen, was sie zum Leben brauchen, und nur so kleine Mengen nehmen, dass es nicht auffällt. Unentdeckt lebt Arrietty mit ihren Eltern im Haus einer älteren Dame. An ihrem vierzehnten Geburtstag darf Arrietty ihren ersten Borge-Ausflug in die Wohnräume der Menschen unternehmen. Flink und gewandt erklimmt sie mit ihrer Kletterausrüstung Tische und Schränke, doch dann passiert, was nicht passieren darf.

Der Junge Sho sieht sie. Er ist zu Besuch bei seiner Großtante und soll hier Kräfte für seine bevorstehende Herzoperation tanken. Sho meint es gut mit Arrietty. Doch für Borger wird es zu gefährlich, wenn die Menschen im Haus von ihrer Existenz wissen. Und tatsächlich droht große Gefahr. Haushälterin Haru ist hinter den kleinen Leuten her. Die Ordnungsfanatikerin spürt die Wohnung der Borger unter den Bodendielen auf, schnappt sich Arriettys Mutter, steckt sie in ein Einmachglas und ruft den Schädlingsbekämpfungsdienst herbei.

In ihrer Not wendet sich Arrietty an Sho um Hilfe. Haru auszutricksen und die Mutter zu befreien, wird zu einem großen Abenteuer für die beiden, bei dem sie wahre Freunde werden und Sho neuen Lebensmut fasst.

Info: Hayao Miyazaki, Altmeister des japanischen Animes, schrieb das Drehbuch nach der Buchreihe "Die Borger" von Mary Norton. Grandios gezeichnet, erzählt der in Miyazakis Studio Ghibli entstandene Film von der verbotenen Freundschaft des winzig kleinen Borger-Mädchens Arrietty zu dem Jungen Sho.

Mit viel Liebe zum Detail gestaltet der Film die Welt der Borger und zeigt, wie erfinderisch und mutig sie sein müssen, um als kleine Wesen den täglichen Gefahren - etwa in Gestalt eines angriffslustigen Raben - zu trotzen. Den Zauber der Geschichte unterstreicht die Musik der bretonischen Harfenistin Cécile Corbel.

Festivalteilnahmen und Auszeichnungen: Beim Japanese Academy Award gewann der Film den Preis für den besten Animationsfilm.Bei den Tokyo Anime Awards 2011 wurde der Film als bester Animationsfilm des Jahres und als bester japanischer Animationsfilm ausgezeichnet. Darüber hinaus gingen Preise an Hiromasa Yonebayashi für die beste Regie, an Noboru Yoshida und Y& ji Takeshige für die beste künstlerische Leitung und an Cécile Corbel für die beste Filmmusik.Beim Nipponconnection Film Festival 2011 gewann der Film den Nippon-Cinema Award. Auf der Filmkritikseite Rotten Tomatoes wird er als einer der besten Filme 2010 ausgezeichnet.

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