Arena: «Abstimmungs-Arena» zur Ernährungsinitiative
SRF info
07.09., 16:40
- 17:50 Uhr
Mit ihrer Ernährungsinitiative verlangt Initiantin Franziska Herren, dass der Bund Boden, Biodiversität und Grundwasser schützt und Voraussetzungen schafft für eine «nachhaltige, klimabewusste Land- und Ernährungswirtschaft». Dabei soll ein Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent angestrebt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, soll die Produktion pflanzlicher Lebensmittel gefördert werden.
Im Parlament hatte das Anliegen einen schweren Stand: Sämtliche Mitglieder von National- und Ständerat lehnen die Initiative ab. Mit Ausnahme der Grünen - sie beschliessen Stimmfreigabe - haben alle grossen Parteien die Nein-Parole beschlossen.
Ernährungssicherheit oder Einschränkung?
Das Initiativkomitee betont: Heute werde die Produktion von tierischen Lebensmitteln gegenüber pflanzlichen Lebensmitteln massiv bevorteilt. Das müsse sich ändern. Statt Futtermittel sollen künftig vermehrt Hülsenfrüchte, Getreide und Gemüse angebaut werden. Damit erhöhe man den Selbstversorgungsgrad.
Die Gegenseite befürchtet derweil eine massive Einschränkung der Konsumfreiheit: Um einen Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent zu erreichen, müsse der Staat den Konsum von tierischen Produkten «drastisch einschränken». Zudem sei die Zielvorgabe unrealistisch, sagen die Gegner.
Soll die Schweizer Landwirtschaft neu ausgerichtet werden? Kann mit der Initiative die Ernährungssicherheit gesteigert werden? Oder schränkt sie die Konsumfreiheit zu stark ein?
Zu diesen Fragen begrüsst Sandro Brotz am 4. September 2026 in der «Abstimmungs-Arena» als Befürworterinnen und Befürworter der Vorlage:
- Franziska Herren, Initiantin;
- Regula Züger, Agronomin ETH; und
- Klaus Lanz, Wasserforscher.
Gegen die Vorlage treten an:
- Guy Parmelin, Bundesrat und Vorsteher WBF;
- Franziska Roth, Ständerätin SP/SO; und
- Markus Ritter, Präsident Schweizer Bauernverband und Nationalrat Die Mitte/SG.