Anna in Switzerland

Anna in Switzerland

Zum Thema Frauenhandel äussern sich meist nur Experten. Die Filmemacherin Chantalle Millès hat sich deshalb in ihrem Film bewusst auf ein Opfer von Frauenhandel konzentriert. Was passiert mit einer Frau, die Opfer von sexueller Gewalt wurde. Anna war 19, als sie in die Fänge von Frauenhändlern geriet. Während mehrerer Monate wurde sie zur Prostitution gezwungen.
Doch was bedeutet es, als Opfer stigmatisiert zu seinr? «Anna in Switzerland» erzählt die zwei Reisen dieser mutigen Frau. Die erste Reise führte Anna damals in die Schweiz und läuft für viele Opfer von Frauenhandel ähnlich ab. Es war dies eine Reise in den sprachlosen Abgrund von Einsamkeit und Ohnmacht, dargestellt in eindrücklichen und animierten Illustrationen des Schweizer Künstlers Hannes Binder. - Die zweite Reise führt Anna durch einige der schönsten Landschaften der Schweiz; ein zweites Mal kommt Anna hier an und erzählt vom langen Weg zurück in die Normalität. Die Stigmatisierung als Opfer dringt in jede Ritze des Lebens. Anna kämpft um eine andere Sichtweise auf Opfer von sexueller Gewalt. Denn diese Frauen sind in besonderem Masse stigmatisiert und mit Vorurteilen konfrontiert. - Die Filmemacherin hat mit Anna eine mutige Frau gefunden die sich getraut, über ihr Erlebtes zu sprechen und so den Opfern eine Stimme gibt.

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