Aloys

Aloys

Aloys , Juniorpartner in der Privatdetektei seines gerade verstorbenen Vaters, filmt alles und jeden: den toten Vater, ein Paar im Park, seine Nachbarin im Lift, menschliche Gefühle. Er sammelt das Leben als nicht teilnehmender Beobachter. Sein einziger Auftrag: Er soll einen Herrn Schoch beschatten, weil dessen Ehefrau glaubt, er gehe fremd.

Eines Tages wird Aloys die Kamera und eine Tasche voller Videobänder geklaut. Nur ein Tape ist übriggeblieben. Darauf ist er schlafend im Bus zu sehen. Jemand hat ihn gefilmt. Eine junge Frau meldet sich per Handy und möchte Aloys die Bänder zurückgeben. Zuerst schlägt sie jedoch einen Trend aus Japan vor - Telefonwandern: Man trifft sich telefonierend erstmal in der Fantasie. Anhand eines Tonbandmitschnitts kann Aloys den Anruf lokalisieren. Er findet eine Quittung und kauft die Artikel nach.

Die erste Telefonwanderung führt in ein Waldstück. Aloys soll die Arme um einen Baum legen. Er tut, wie ihm geheissen - und umarmt seinen Kühlschrank. Fingerspitzen berühren sich. Es stellt sich heraus, dass es sich bei der geheimnisvollen Anruferin um Aloys' Nachbarin Vera handelt. Nachdem sie versucht hat, sich das Leben zu nehmen, wird sie von Sanitätern in eine Klinik gebracht. Aloys kümmert sich um ihre Pflanzen.

Zaghaft setzen er und Vera ihre Telefonwanderungen fort. Seiner Auftraggeberin gibt Aloys zu verstehen, sie soll sich einen anderen Detektiv suchen. Unbeeindruckt berichtet Frau Schoch, ihr Mann habe ihr aus dem Zoo eine Karte geschickt. Aloys führt Vera in der Vorstellung durch seine Wohnung. Kurz spiegelt sie sich im Fenster. Sie möchte mehr über seine Beziehung zu seinen Zielpersonen erfahren. Er nennt ihr die zehn Wege zur Unsichtbarkeit, wie er sie bei Herrn Schoch, genannt «Schnauzmann», angewendet hat.

Aloys und Vera besuchen - telefonwandernd - Schnauzmanns. Dort fühlt sich Aloys an seinen toten Vater erinnert. Er verliert Vera und steht plötzlich allein in einer fremden Wohnung.

Bewertung

0,0   0 Stimmen