Alexander Van der Bellen - Vor der Entscheidung

Alexander Van der Bellen - Vor der Entscheidung

Porträt 

Am 2. Oktober 2016 wählt Österreich einen neuen Bundespräsidenten. Es ist die Wiederholung der Stichwahl vom Mai, die die FPÖ wegen Unregelmäßigkeiten angefochten hat. Der Verfassungsgerichtshof gab der Anfechtung statt und ordnete eine Neuaustragung an.
Norbert Hofer von der FPÖ und Alexander van der Bellen, unterstützt von den Grünen, treten erneut gegeneinander an. 50,3% der Stimmen und damit 31.000 Stimmen mehr verhalfen dem 72- jährigen Volkswirt am 22. Mai 2016 zum Sieg. Bis 1. Juli war er gewählter Bundespräsident. Danach wieder Kandidat.
Wer ist Alexander Van der Bellen? Wohin reichen seine persönlichen und politischen Wurzeln? Wie verlief sein Werdegang, welche Wegmarken passierte er? Der Universitätsprofessor aus uralter niederländischer Familie, die aus dem Zarenreich über Estland, Wien ins Tiroler Kaunertal und über Innsbruck wieder nach Wien gelangte, tritt Mitte der 1970er-Jahre der SPÖ bei, die er später wieder verlässt. Über die Themen Ökologie und Menschenrechte - kommt er zu den Grünen. Im Jahr 1994 wird Van der Bellen Abgeordneter zum Nationalrat, im Jahr 1997 Grüner Bundessprecher der Grünen. Im Vorjahr geht er als Wiener Abgeordneter in den politischen Ruhestand.
Per Videobotschaft verkündet Alexander Van der Bellen im Jänner 2016 seine Kandidatur für das höchste Amt im Staat. Am 22. Mai wird er in einer Stichwahl zum 9. Bundespräsidenten der zweiten Republik gewählt. Seine Angelobung entfällt durch die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs.
Ein Fernsehporträt von Gerhard Jelinek. Mitarbeit: Vera Schmidt und Birgit Mosser-Schuöcker

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