ACHT BRÜCKEN 2016 - Olivier Messiaen
Es war der Abschluss des ACHT BRÜCKEN Freihafens, dem Festivaltag, an dem an verschiedenen Orten in sieben Konzerten Chorwerke des 20. und 21. Jahrhunderts bei freiem Eintritt gezeigt wurden: In der Kölner Philharmonie gab es das monumentale Werk von Olivier Messiaen "La Transfiguration de Notre Seigneur Jésus-Christ". Musik und Glaube war das Motto des Festivals, Messiaen bot sich da an.
Denn der französische Komponist war tiefgläubiger Katholik, ließ seinen Glauben in seine Kompositionen einfließen. Im Sommer 1965 hatte er sich in die Berge zurückgezogen, um das Werk zu komponieren. Im Jahr darauf sollte die Uraufführung sein - sie musste allerdings um drei Jahre verschoben werden. Auch wenn die Idee schnell skizziert war - es sollte ein Werk über Gottes Verkündigung "Dies ist mein Sohn" sein -, dauerte die Umsetzung des 14-sätzigen Werks mehrere Jahre.
Entstanden ist ein riesiges Oratorium, bei dem an die 200 Interpreten gefordert sind: zahlreiche Sänger, sieben Soloinstrumente und ein großes Orchester. Ein Epos, voller Pathos, voller Festlichkeit, dennoch gleichzeitig verbunden mit komplexer Rhythmik und kaleidoskopartiger Struktur.