90° Süd

90° Süd

Am 14. Dezember 1911 betritt der Norweger Roald Amundsen als erster Mensch die geografische Breite 90° Süd. Was er und all die Antarktiseroberer vor ihm und nach ihm erlebten und durchlitten - Kälte, Stürme, Hunger - das können nur sehr wenige Menschen nachvollziehen. Einer von ihnen ist Reinhold Messner. Zusammen mit Arved Fuchs durchquerte er 1989/90 die Antarktis zu Fuß - begleitet von einem Kamerateam des damaligen Südwestfunks: 'Durch die Heimat des Eises und der Stürme' hieß die Dokumentation, die Das Erste 1990 ausstrahlte. An Originalszenen aus diesem Dreiteiler entlang erzählt Messner die Geschichte der Entdeckung des letzten weißen Flecks auf dem Globus. Die Stationen: 1902: Die britische 'Discovery'-Expedition, bei der sich zwei Mitglieder - Robert Scott und Ernest Shackleton - so zerstreiten, das ihre Rivalität der Motor für die Antarktiseroberung im kommenden Jahrzehnt werden wird; 1909: Die 'Nimrod'-Expedition, bei der Ernest Shackleton nur 180 Kilometer vor dem Pol umkehren muss; 1911: Der dramatische Wettlauf von Roald Amundsen und Robert Scott, der mit dem tragischen Tod der fünfköpfigen Scott-Crew endet; 1914-1917: Der Versuch Shackletons, die Antarktis zu durchqueren, der in einer jahrelangen Gefangenschaft der 'Endurance'-Besatzung im Eis endete; 1956: Die Eroberung der Antarktis und der Aufbau einer Südpolforschungsstation durch die USA; 1989/90: Die Antarktisdurchquerung von Messner und Fuchs, die damit als erste Menschen schafften, was Shackleton über 70 Jahre davor nicht gelang ... und die Zukunft? Droht der Antarktis die wirtschaftliche Ausbeutung oder der Klimakollaps? Oder beides? Mit '90° Süd' greift der SWR wieder auf, was er 1990 - damals noch als SWF - begonnen hatte. Seither sind zahlreiche Dokumentationen mit Reinhold Messner erschienen.

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