45 Min - Überlebenskampf der Werften

45 Min - Überlebenskampf der Werften

Hartmund und Robert, Hans-Werner und Dirk arbeiten in Stralsund auf den P+S WERFTEN und haben einen harten Job: Mit einer Spezialmaschine bugsieren sie morgens um drei Uhr ein gigantisches Schiff aus der Werfthalle. Es ist ein ganz besonderes Schiff, das sich Zentimeter für Zentimeter Richtung Wasser vorwärts schiebt. Es hat zwar noch keinen Namen, aber schon eine Geschichte: Es ist der letzte auf einer deutschen Werft gebaute Containerriese. Aber welche Schiffsaufträge kommen danach? Nuri und Alexander sind Auszubildende auf der Lloyd Werft Bremerhaven. Sie hoffen, dass es vielleicht gerade ihrem Werft-Chef gelingt, Aufträge für neue Spezialschiffe, die die Windkraftindustrie benötigt, reinzuholen. Aber die Konkurrenz ist groß. Seit dem Ende des Containerschiffbaus sieht es für die Werften an der deutschen Küste schlecht aus. Aufträge sind rar, die Schiffbauer konkurrieren um wenige Großaufträge. Die Konkurrenz aus China und Korea ist übermächtig, somit stehen die letzten großen deutschen Werften vor dem Kollaps. 'In einem Jahr wird es in Deutschland überhaupt keine Werftenlandschaft mehr geben', stöhnt ein Gewerkschaftsfunktionär. Aber welche Werft überlebt? Die Volkswerft Stralsund der P+S WERFTEN mit ihren wenigen Fährschiffreparaturen? Oder vielleicht eher die Lloyd Werft in Bremerhaven, die sich auf die schnelle Instandsetzung und Wartung von Containerriesen spezialisiert hat? Oder die HDW mit Hauptsitz in Hamburg, vielleicht mit neuen Investoren? Ein Filmteam hat Menschen begleitet, die am Überlebenskampf der Werften beteiligt sind. Verzweifelte Werftarbeiter protestieren, Werftenmanager putzen im Ausland bei Reedern Klinken. Der Film zeigt Belegschaften und Werften-Chefs, die Überlebenspläne schmieden. Pläne, die von den rasanten Veränderungen auf dem globalisierten Schiffbaumarkt wieder und wieder überholt werden.

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