150 Jahre Jean Sibelius

150 Jahre Jean Sibelius

Musikerporträt 

Im Dezember feiert die Welt den 150. Geburtstag von Jean Sibelius, des wichtigsten Komponisten Finnlands. Für sein Heimatland ist er mehr als nur Musiker. Sein Werk trug maßgebend zur Entstehung eines finnischen Nationalgefühls bei. Seine symphonischen Dichtungen und Symphonien sind musikalische Tableaus der Landschaften seiner Heimat. Als Sibelius am 8. Dezember 1865 in der Provinzhauptstadt Hämeenlinna rund hundert Kilometer nördlich von Helsinki das Licht der Welt erblickte, war Finnland noch Teil von Schweden und nach dem Russisch-Schwedischen Krieg von 1908 Teil von Russland. Erst 1917, nach der Russischen Revolution erlangte das Land die Unabhängigkeit.

Dank der Musik von Sibelius und der Mythensammlung von Elias Lönnrot, der sogenannten "Kalevala", entstand nach und nach eine speziell finnische Kultur. Sibelius symphonische Dichtung "Finlandia" wurde zur heimlichen Nationalhymne der Finnen.

ARTE feiert Jean Sibelius mit drei seiner wichtigsten Werke: dem Violinkonzert in Starbesetzung am 15. November: Anne-Sophie Mutter wird begleitet vom Concertgebow Orchestra unter Andris Nelsons. Am 22. November steht die Erste Symphonie auf dem Programm. Es spielen die Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle.

Am 29. November bringt ARTE eines seiner Hauptwerke, das gleichzeitig eines der wichtigsten Werke der finnischen Kulturgeschichte ist: Jean Sibelius' Vertonung des finnischen Nationalepos "Kullervo", der tragischen Geschichte des Helden aus der "Kalevala". "Kullervo" wurde im Februar 2015 von dem weltberühmten finnischen Choreographen Tero Saarinen auf die Bühne der finnischen Nationaloper Helsinki gebracht.

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