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TV Programm für WDR Bonn am 24.08.2026

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Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des WDR-Gebiets.

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Sechs Jahrzehnte Fernsehunterhaltung vom Westdeutschen Rundfunk 22:15

Sechs Jahrzehnte Fernsehunterhaltung vom Westdeutschen Rundfunk: Schöne Frauen

Unterhaltung

"Schöne Frauen" dominieren die erste Route durch sechs Jahrzehnte. Von Lore Lorentz im Düsseldorfer Kom(m)ödchen der Nachkriegszeit über Gerburg Jahnke bis zu Carolin Kebekus im Köln der Gegenwart - beim ersten flüchtigen Blick könnte man meinen, es gab die bühnen- oder studiobeherrschenden Frauen schon immer. Beim zweiten Blick allerdings zeigt sich "natürlich", dass die Herren lange klar dominierten, von Ansagerinnen angekündigt, von Assistentinnen begleitet. Es dauerte eine ganze Weile, bis Elke Heidenreich zu Beginn der achtziger Jahre Co-Moderatorin einer Talkshow werden konnte, und es dauerte mehr als ein weiteres Jahrzehnt, bis Bettina Böttinger alleinige Gastgeberin einer Sendung wurde. Zwar gab es schon in Schwarzweißzeiten beispielsweise Science Fiction, in der ein fremder Planet von Frauen beherrscht wird - was den Kommandanten der Raumpatrouille Orion äußerst verwirrt -, doch die Reality im Farbfernsehen kannte noch viele Jahre allerlei gespielte Männerwitze mit blanken Busen oder halbnackten Frauen als Deko. "Es ist ja eigentlich sehr konsequent, dass wir eine Runde über Frauen im Fernsehen mit einer Sequenz eröffnen, in der in Schwarz-Weiß einer Frau erst einmal in den Arsch getreten wird", meint Oliver Welke augenzwinkernd. Torsten Sträter erinnert sich bei barbusigen Auftritten von Ingrid Steeger in der Comedyserie "Klimbim" an seine Kindheit: "Wir haben halt hinter der Couch gehockt, im Nicki-Schlafanzug, und haben geguckt. Es waren die einzigen Brüste, die du sehen konntest im Fernsehen." Jürgen Beckers schüttelt ob mancher Szenen aus der Frühzeit des Fernsehens den Kopf: "Also, wenn man sich heutzutage über die Privaten beklagt, muss man sagen: Die Sünden waren schon vorher da."

Sechs Jahrzehnte Fernsehunterhaltung vom Westdeutschen Rundfunk 23:15

Sechs Jahrzehnte Fernsehunterhaltung vom Westdeutschen Rundfunk: Starke Männer

Unterhaltung

"Starke Männer" dominieren die dritte Route durch sechs Jahrzehnte. "Nur weil bei mir in der Hose etwas hängt, kann ganz Deutschland mich verstehen." Ein kleiner Satz über die Antenne des Ansteckmikrofons, den Rudi Carrell als Zitat von Hans-Joachim Kulenkampff in großer, historischer Samstagabendunterhaltung zum Besten gibt. Zwischen jenem Satz und der in aktueller Comedy erfolgten Erklärung des Helden Torsten Sträter, wie man richtig Hemden bügelt, da liegt etliches: von Männern dominierte Shows, eine von Männern in den siebziger Jahren verursachte Flutwelle des Talks, ein schon in den achtziger Jahren von frommen Männern erbittert geführter Krieg gegen Fernsehsatire, viele infantile Spielchen und schließlich die Reifung zum Hausmann, wie ihn etwa Jürgen Beckers verkörpert. Hypochonder, Machos und Sensibelchen, Herren mit Benimm, alberne Kerle mit Schnullern im Mund und solche, die minutenlang von einem schokoladigen Brotaufstrich schwärmen, sie alle dominieren das Fernsehen zu je unterschiedlichen Zeiten. Allein die Hauptdarsteller aus dem Politikbetrieb scheinen allzeit für das Unterhaltungsfernsehen von Interesse zu sein. In der Rückschau auf die Sechziger Jahre, als in den Unterhaltungsshows auch immer wieder Artisten das Publikum mit ihren Kunststücken begeisterten, äußert Oliver Welke in die Runde, "...dass man was können musste, um es ins Fernsehen zu schaffen. Das ist ja ein Schock. Die meisten unserer Karrieren wären gar nicht denkbar unter diesen Bedingungen." Götz Alsmann kommentiert den Auftritt von der "Godmother of Punk" Nina Hagen und dem Country- und Schlagersänger Gunter Gabriel in der Talkshow "Je später der Abend" in den späten Siebziger Jahren: "Ich glaube, das war der erste Außerirdische, dem sie damals im Westen begegnet ist." Bettina Böttinger ringt ein wenig um Worte, als sie eine bizarre Spielszene in Jürgen von der Lippes Show "Donnerlippchen" aus dem Jahr 1986 sieht: "Wer ist Spieleerfinder im Fernsehen? Was sind das für gescheiterte Existenzen?"