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TV Programm für WDR Bonn am 09.09.2026

Jetzt

Ausgerechnet 21:00

Ausgerechnet: Fertighaus

Reportagereihe

Viele träumen vom Eigenheim, doch das Bauen in Deutschland ist so anspruchsvoll wie selten zuvor: Materialpreise schwanken, Fachkräfte fehlen, Zeitpläne geraten ins Wanken. Auch deshalb erleben Fertighäuser einen Boom - denn sie versprechen Tempo, Planbarkeit und scheinbare Kostensicherheit. In "Ausgerechnet Fertighaus" will Reporter Daniel Aßmann wissen, was ein Fertighaus tatsächlich kostet und inwiefern die Versprechen der Anbieter der Realität standhalten. Der Markt wächst trotz Baukrise: 2024 war mehr als jedes vierte genehmigte, Ein- oder Zweifamilienhaus ein Fertighaus. Daniel begleitet Familien von der Planung bis zum Aufbau ihres neuen Zuhauses. Er besucht die Fertighauswelt Köln und schaut bei Fertighaus-Herstellern hinter die Kulissen. Im Fokus: Was ist im "schlüsselfertig"-Preis wirklich enthalten, welche Baunebenkosten und Ausstattungswünsche kommen hinzu, und wie verlässlich sind Bauzeit und Qualität in der Praxis? Bausachverständiger und Fertighaus-Experte Tobias Beuler nimmt ein konkretes Angebot unter die Lupe und prüft: sind Leistungen vollständig beschrieben, ist die Kalkulation schlüssig und realistisch - oder drohen versteckte Kostenfallen? Lohnt sich ein Fertighaus wirklich? Das erfahren Sie bei "Ausgerechnet - Fertighaus" am 9. September 2026 von 21.00 - 21.45 im WDR Fernsehen.

Danach

WDR aktuell 21:45

WDR aktuell

Nachrichten

Hinter den Kulissen geht es wieder heiß her. Denn diese Nachrichtensendung berichtet nicht nur über das Aktuellste aus aller Welt, sondern auch über regionale Themen des WDR-Gebiets.

Kritisch Reisen 22:15

Kritisch Reisen: Jakobsweg - Ich bin dann mal anstehen

Reportagereihe

Er gehört zu den bedeutendsten Pilgerwegen der Welt. Und die ganze Welt ist auf ihm unterwegs: der Jakobsweg. Seitdem Hape Kerkeling mal weg war, hat sich der Strom der Pilger verfünffacht, zur Hauptsaison kommen mittlerweile Tag für Tag 5000 Pilger am Grab des heiligen Jakobus in Santiago de Compostela an: "Ich kann das Klackern der Wanderstöcke auf dem Asphalt nicht mehr hören," sagt Montserat Vilar, die sich in einer Nachbarschaftsinitiative engagiert. Viele Anwohner ärgern sich über grölende Gruppen, stinkende Funktionskleidung, die in der Altstadt zum Trocknen ausgebreitet wird oder Badende im Barockbrunnen. Das Problem beginnt in Sarria, 117 Kilometer östlich von Santiago de Compostela. Hier starten die meisten Pilger, denn sie müssen mindestens 100 Kilometer gewandert sein, um die begehrte Pilgerurkunde zu bekommen. Als Sigrid Möricke (62) in Sarria ankommt, hat sie bereits gut 600 Kilometer auf dem Buckel. Sie geht den Pfad aus spirituellen Gründen. "Bis Sarria war ich oft völlig alleine unterwegs", sagt sie. Jetzt aber findet sie sich zwischen jungen Menschen, die ihren Rucksack von einem Gepäckservice transportieren lassen, laut Musik hören oder Videos für Social Media machen. Freizeittourismus, findet Sigrid Möricke. Wenn die Pilger an der Kathedrale in Santiago der Compostela ankommen, fallen sich viele weinend in die Arme, skandieren Schlachtrufe, ziehen ihre Schuhe aus. All das betrachtet Bürgermeisterin Goretti Sanmartín vom Rathaus gegenüber. Sie möchte, dass sich etwas ändert in ihrer Stadt. "Wir wollen hin zu einem qualitativen Tourismusmodell, das vor allem Menschen wertschätzt, die hier mehrere Tage verbringen und unsere Kultur kennenlernen möchten und die nicht nur ein paar Runden um die Kathedrale drehen, ein Souvenir kaufen und wieder abreisen." Die mächtige Regionalregierung Galiziens dagegen findet: Je mehr, desto besser - davon würde die Region doch enorm profitieren. Das bringt etliche Einwohner Santiago de Compostelas auf die Palme. Ein Protestmarsch zieht um die Altstadt, die zum Unesco Weltkulturerbe gehört. Demonstranten rufen: "Wir wollen Nachbarn und keine Touristen." "Ich soll ab sofort 200 € mehr für meine Wohnung zahlen," sagt Schauspielerin Iolanda Muiños, die hier seit 25 Jahren lebt. Bezahlbarer Wohnraum wird knapper, auch weil viele Wohnungen legal oder illegal an die Besucher vermietet werden. "Ich werde Santiago verlassen", sagt Iolanda Muiños. WDR Reporter Ulf Eberle hat sehr unterschiedliche Pilger kennengelernt: Marcello, der mit seiner Katze unterwegs ist. Babette, die die Asche ihres verstorbenen Mannes mit sich trägt. Veronica und ihre Freundinnen, für die Spaß wichtiger ist als Spiritualität. Wie kann es gelingen, dass Pilger und Anwohner besser miteinander auskommen und wie erhält man trotz des Massenandrangs den Zauber des Jakobswegs? Diesen Fragen geht diese Dokumentation nach.

Terror an Bord 23:00

Terror an Bord: Die Entführung der Achille Lauro

Dokumentation

7. Oktober 1985. Vier Palästinenser bringen das italienische Kreuzfahrtschiff Achille Lauro vor der Küste Ägyptens in ihre Gewalt und nehmen mehr als 500 Passagiere und Besatzungsmitglieder als Geiseln. Sie fordern die Freilassung von 50 palästinensischen Gefangenen aus israelischen Gefängnissen. Es beginnt ein dreitägiges Drama auf hoher See. Die Menschen an Bord durchleben Tage der Bedrohung und Angst und auch als die Entführung für die Geiseln beendet ist, spitzt sich die Situation weiter zu. Denn nachdem sich herausstellt, dass die Entführer eine der Geiseln getötet haben, fangen US-Kampfflugzeuge die ägyptische Maschine mit den Entführern an Bord ab und zwingen sie zur Landung. Diese Verletzung des italienischen Luftraums führt zu einer diplomatischen und politischen Krise zwischen Ägypten, Italien und den USA. Noch nie zuvor ist es einem Dokumentarfilm über diese terroristische Aktion gelungen, die Hauptakteure zusammenzubringen. Der Film "Terror an Bord - Die Entführung der Achille Lauro" erlaubt es dem Zuschauer erstmalig, die Ereignisse durch die Berichte der Hauptakteure und Zeugen aus ihren unterschiedlichen Perspektiven hautnah nachzuerleben. So kommt sowohl einer der Entführer, der 20 Jahre in Italien im Gefängnis gesessen hat, zu Wort, als auch die Töchter des getöteten Leon Klinghoffer. Passagiere und italienische Besatzungsmitglieder, die damals zu Geiseln wurden, berichten über ihre Tage in den Händen der Entführer. Abgerundet wird der spannende Perspektivwechsel durch Aussagen des militärischen und diplomatischen Personals der an der Lösung des Geiseldramas beteiligten Länder. Darunter der US-Pilot, der das Flugzeug mit den Entführern an Bord zur Landung zwang, und der italienische Kommandant des Stützpunkts Sigonella, der den militärischen Showdown dort koordinierte.