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TV Programm für WDR Bonn am 01.10.2026

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Gefangen im Schweigen - Leben mit selektivem Mutismus 22:15

Gefangen im Schweigen - Leben mit selektivem Mutismus

Menschen

Nia ist 15 und steht jeden Morgen vor derselben Frage: Was, wenn mich heute jemand etwas fragt? In der Schule oder bei fremden Menschen bringt sie kein Wort heraus, obwohl sie zu Hause sprechen kann. Selektiver Mutismus heißt die Angststörung. "Es ist so wie zwei Messer in meinem Hals. Und sobald jemand, mit dem ich nicht so sicher bin, auf mich zukommt oder in der Nähe ist, geht dieses Messer zu", sagt Nia in einer Sprachnachricht. Genauso geht es auch Mary. In der Öffentlichkeit spricht sie fast nie. Wenn sie im Restaurant etwas bestellen möchte, muss ihre Schwester für sie sprechen. Zur Schule geht sie schon lange nicht mehr. Doch auch wenn sie stumm bleibt, ist Mary voller Gedanken, Humor, Wut und Träumen. Sie liebt Musik, backt nachts gegen ihre Unruhe an und träumt von einer Ausbildung zur Konditorin. Doch mit dem 18. Geburtstag rückt die Frage näher: Wie selbstständig kann ein Leben sein, wenn jeder Behördengang zur unüberwindbaren Hürde wird? "Es gibt die falsche Vorstellung, dass diese Kinder oder Jugendliche selbst entscheiden zu schweigen - und es sich damit leicht machen. Dabei wird übersehen, wie viel Angst dahintersteht und wie viel Kraft das alles kostet.", sagt Nias Therapeutin, Ute Cramer. Für Nia ist die Schule ein Ort der Angst. Nur wenige wissen, warum sie nicht spricht. Gemeinsam mit ihrer Therapeutin wagt sie einen mutigen Schritt: Ihre Klasse soll erfahren, was hinter dem Schweigen steckt. So unterschiedlich ihre Welten sind - Berlin hier, Dorfleben dort - verbindet Mary und Nia die Stille. Und der Wunsch, sich nicht länger von ihr bestimmen zu lassen. "Menschen hautnah" begleitet sie über zwei Jahre in ihrem Erwachsenwerden. Mary und Nia zeigen, wie viel Kraft in ihnen steckt, wie fein ihre Wahrnehmung ist, wie groß ihre Sehnsucht nach Selbstbestimmung. Ein Film über Angst und Aufbruch. Und über die vielleicht wichtigste Frage der Jugend: Wie finde ich meine eigene Stimme?

Danach

Nachtstreife 2.0 23:00

Nachtstreife 2.0: In tödlicher Gefahr

Dokumentation

Mit einer alarmierenden Funkmeldung starten Polizeikommissarin Lena Bottlender (24) und Polizeihauptkommissar Jan Enders (45) in den Nachtdienst. Es soll einen Raubüberfall auf ein Ehepaar und dessen Gäste gegeben haben, dabei sollen Schusswaffen eingesetzt worden sein, auch ist von mehreren Verletzten die Rede. Nun zählt jede Minute. Bei der Autobahnpolizei wechselt Polizeihauptkommissar Udo Hotz (57) aus gesundheitlichen Gründen in den Innendienst. Künftig wird Polizeikommissar Janis Wolter mit seinem 30-jährigen Kollegen Stefan Gehring für die Sicherheit auf den Autobahnen in und rund um Mainz sorgen. Die beiden Beamten führen in dieser Nacht zunächst eine stationäre Verkehrskontrolle durch. Dann stoppen ein Auto mit zwei Insassinnen: Eine Autodurchsuchung nimmt ihren Lauf. Kurz darauf informiert die Leitstelle die beiden Polizisten über einen Wildunfall auf der Autobahn - zum Schutz der übrigen Verkehrsteilnehmer:innen gilt es, möglichst schnell die Unfallstelle zu sichern.

Nachtstreife 2.0 23:45

Nachtstreife 2.0: Gangs und Gewalt

Dokumentation

In der Führungszentrale geht ein dramatischer Notruf ein: Eine junge Frau soll über die sozialen sozialen Medien ihren Suizid angekündigt haben - nun ist sie flüchtig. Polizeioberkommissarin Katharina Klüpfel (35) und ihr 53-jähriger Kollege, Polizeihauptkommissar Michael Kirch starten sofort die Fahndung. Die Zuschauenden erfahren mehr über die Führungs- und Notrufzentrale der Polizei. Über die 110 gehen hier Notrufe aus einem großen Einzugsgebiet ein, weit über die Grenzen von Mainz hinaus. Katharina Klüpfel und Michael Kirch werden auch zu einem bewaldeten Gebiet geordert, wo sie die Altstadtwache unterstützen sollen. Es geht um eine mögliche Vergewaltigung. Eine Frau hatte dieses Gebiet als Tatort angegeben. Der Täter soll sie mit einem Messer bedroht haben. Dem Kriminaldauerdienst wird ein Wohnungseinbruch gemeldet. Vor Ort erfahren Polizeikommissarin Melina Reisel (26) und Kollege Dominic Gillot (45), dass neben Bargeld auch eine Waffe gestohlen wurde.