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Geheimes Paris: Unterirdische Megabauten

StadtbildF 201845 Minuten 

Die größte Nekropole der Welt, riesige Steinbrüche und Abwasserkanäle, die die gesamte Stadt untertunneln. Unter den Straßen von Paris liegen im Verborgenen unterirdische Mega-Bauten. Die Metropole, die auch "Stadt der Lichter" genannt wird, hat eine dunkle und unheimliche Seite. In den Katakomben ruhen Millionen Tote, deren Knochen bizarr inszeniert sind. Diese Nekropole hat die Pariser Bevölkerung vor Krankheiten wie der Cholera gerettet. Doch auch der Bau der gigantischen Kanalisation war überlebenswichtig. Zeitweise überstieg die Zahl der Seuchen-Toten in Paris die Geburtenrate. Ohne diesen 2400 Kilometer langen Mega-Bau, der unter das Pariser Straßennetz gegraben wurde, wäre die Pariser Bevölkerung durch ihren eigenen Dreck womöglich zugrunde gegangen. Seit dem Mittelalter wurde unter Paris Kalkstein für die überirdischen Bauten abgetragen. Die Kathedrale Notre-Dame und viele andere Großbauten wurden aus diesem Material errichtet. So entstanden riesige Hohlräume unter der Erde. Jahrhundertlang drohten ganze Straßenzüge einzustürzen. Erst Ludwig XVI. schaffte es, die Stadt zu stabilisieren. Zu all diesen Orten hat die Öffentlichkeit kaum Zutritt.

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