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Herzbrücke - Kinderretter zwischen Hamburg und Kabul

DokumentationD 201760 Minuten 

Das Projekt 'Herzbrücke', das durch die Hamburger evangelisch-freikirchliche Albertinen-Stiftung vor 12 Jahren ins Leben gerufen wurde und vom Diakonie-Verein Blankenese unterstützt wird, finanziert nicht nur OP-und Reisekosten, sondern organisiert auch Gastfamilien, die die Kinder während ihres Aufenthalts in Deutschland ehrenamtlich betreuen und sie auch darüber hinaus unterstützen.

Im Zentrum des Films stehen Husnia (11) und Aisha (6), die in ihren Gastfamilien das Leben in Deutschland kennenlernen, am Schulalltag teilnehmen und mit gleichaltrigen Kindern spielen. Die bewegende RTL-Reportage von Andreas Kuno Richter und EIKON Nord wurde in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche in Deutschland produziert und hat im Sommer 2017 zehn Mädchen und Jungen auf ihrem außergewöhnlichen Weg in ein gesundes Leben begleitet.

Die Dokumentation beginnt im April 2017 in der Nähe der afghanischen Hauptstadt Kabul. Der Intensivkrankenpfleger Alberto Correia aus Deutschland und sein Dolmetscher Zia Tahe besuchen die Familien von Husnia und Aisha. Beide Mädchen leiden seit ihrer Geburt an einem schweren Herzfehler und müssen operiert werden um zu überleben. Zuhause in Afghanistan sind die medizinischen Möglichkeiten begrenzt, dem staatlichen Indira-Ghandi-Kinderkrankenhaus fehlen Mittel und Spezialisten. Eine Operation im Ausland ist für viele Familien finanziell unmöglich. Ihre Herkunft wird für diese Kinder zum Schicksal und kann das Todesurteil bedeuten.

Der Kardiologe Dr. Aslam Alkozai arbeitet eng mit dem Ärzte-Team vom Hamburger Albertinen-Krankenhaus zusammen. Er erstellt die Diagnosen und übermittelt alle Daten nach Deutschland. Nach gemeinsamer Prüfung werden für jede Herzbrücke-Mission zehn Kinder bestimmt, die zur Operation nach Hamburg reisen. Insgesamt kamen durch die Hamburger evangelisch-freikirchliche Albertinen-Stiftung in den vergangenen zwölf Jahren 157 afghanische Kinder nach Deutschland.

Die riskanten Operationen leitet Herzchirurg Christian Rieß, seine Frau Annette koordiniert die Zusammenarbeit mit den Gastfamilien. Brigitte Eichholz und ihr Mann Dirk sind schon sehr lange als Gastfamilie bei 'Herzbrücke' involviert: 'Ich mache es vom Herzen her. Das ist eine Berufung für mich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich irgendwann mal nichts für die Herzbrücke mache. Das sind meine afghanischen Kinder. Für mich ist es das größte überhaupt, dass ich den Eltern ein gesundes Kind wiedergebe.'

Während ihres achtwöchigen Aufenthalts in deutschen Gastfamilien lernen die afghanischen Kinder auch deutsche Kinder in ihrem Alter kennen. Es entstehen kulturübergreifende Freundschaften fürs Leben. Sabine Pfeifer von der Albertinen-Stiftung sagt: 'Die Mädchen und Jungen kehren als Friedensbotschafter aus Deutschland zurück in ihre Heimat.?

'Herzbrücke: Kinderretter zwischen Hamburg und Kabul' ist eine lebensbejahende Dokumentation, die fernab vom rein medizinischen Aspekt zeigt, wie Husnia und Aisha mit Spaß und Fantasie die Zeit vor und nach den lebensrettenden Herzoperationen gestalten.

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