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NaturdokuD 30 Minuten 

Helmut Eggers liegt die Population der Störche in Mecklenburg-Vorpommern am Herzen. Schon seit einigen Jahren sieht es mit dem Storchenbestand nicht gut aus. Im Frühjahr ist Storchenbetreuer Eggers mit einem Hubsteiger unterwegs, säubert und erneuert die Nester. Jedes Mal hofft er, dass ein Storchenpaar in den vorbereiteten Storchennestern brüten wird.

Doch auch in diesem Jahr bleiben viele der Nester unbesetzt. Und dann passiert im Frühsommer auch noch etwas Schreckliches: Als Helmut Eggers die Jungstörche beringen will, liegen viele von ihnen tot in ihren Nestern. Der anhaltende Regen hat ihr Gefieder durchnässt, sodass sie erfroren sind. Das hat er so noch nie erlebt.

Steffen Hollerbach von der Storchenkate in Preten und Helmut Eggers versuchen, einigen Störchen ein Senderhalsband umzulegen. Sie wollen mehr über die Vogelart wissen, nur dann können sie sie besser schützen. Ihr Plan für das schwierige Unterfangen: Sie wollen mit einer Netzwurfpistole vom Trecker aus die Störche während der Futtersuche auf einer frisch gemähten Wiese fangen und besendern.

Doch lange warten die Naturschützer vergebens. Am Ende gelingt es aber, zumindest drei Störchen einen Sender umzulegen. Kurz darauf liefern diese schon die ersten Ergebnisse über das Verhalten der Störche.

Helmut Eggers weiß aber auch, dass der beste Storchenschutz in Deutschland wenig nutzt, wenn die Zugvögel am Ende auf ihrem Flug in den Süden umkommen. Zum Teil verenden sie auf ungeschützten Hochspannungsmasten oder landen in manchen Ländern sogar im Kochtopf.

Helmut Eggers und Steffen Hollerbach begleiten die besenderten Störche auf ihrer Zugroute durch Europa. Vor Ort treffen sie sich mit Naturschützern und wollen gemeinsam mit ihnen Strategien entwickeln, damit Störche überall in Europa besser geschützt werden.

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