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Unser Dorf hat Wochenende: Pobershau

Dokumentation30 Minuten 

"Alles kommt vom Bergwerk her" - das trifft auf Pobershau im Erzgebirge ganz besonders zu. Es waren nämlich Bergleute, die die Siedlung im Tal der Roten Pockau gegründet hatten. Vor gut 500 Jahren gingen die ersten Bergleute Untertage und klopften Zinn- und Silbererze aus dem Berg. Hätte es die Erzvorkommen nicht gegeben, wäre wahrscheinlich niemand auf die Idee gekommen, in diesem engen Tal zu siedeln.

Noch heute sind die Spuren des Bergbaus im Ort präsent, obwohl die letzte Grube Anfang des 20. Jahrhunderts geschlossen wurde. Das Besucherbergwerk "Molchner Stollen", die Bergbrüderschaft und die Bergkapelle sind noch "in Sachen Bergbau" aktiv. Ansonsten ist Pobershau ein richtiges Erzgebirgsdorf: Kunsthandwerk, Musik und Sport prägen das Leben der Leute - vor allem am Wochenende.

Im Winter spielt sich ein Großteil des Lebens am Skihang ab. Der liegt mitten im Ort und hat Schlepplifte, Flutlicht, Skiverleih und eine urgemütliche Skihütte. Musiziert und gesungen wird auch: die Bergkapelle rückt für Geburtstagsständchen aus, Harry Kellmann baut die feinsten Piccoloflöten und die "Hutzenbossen" bringen volkstümliche Erzgebirgsmusik unter die Leute.

Als Urlaubsort ist Pobershau auch sehr beliebt - was nicht nur an der guten Luft im Gebirge liegt, sondern vor allem an der Herzlichkeit der Leute und ihren Ideen. Mit Lamas zum Katzenstein wandern oder durchs romantische Schwarzwassertal kann man eben nicht überall. Und Sonntagfrüh wird in Pobershau Gottesdienst gefeiert - auch wenn es 8:30 Uhr ist.

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