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Gernstl unterwegs - Wo sind die Bayern?: Los Angeles

Land und LeuteUSA 201645 Minuten 

Franz X. Gernstl, Kameramann HP Fischer und Tonmann Stefan Ravasz beginnen ihre Spurensuche in der Hauptstadt des amerikanischen Traums: Los Angeles. Mehr als 220 Sprachen werden hier gesprochen, auch Bayerisch.
Da ist zum Beispiel Alexander van Bubenheim. Der Musiker aus München war in der Werbebranche gut im Geschäft, seine TV-Spot-Melodien kennt jeder. Akzeptiert gefühlt hat er sich dennoch nie. Irgendwann stieg er in den Flieger nach L.A., zwanzig Jahre ist das her. Bubenheim wird erfolgreich, komponiert für Hollywood. Auf seine Herkunft deutet heute nichts mehr hin: Cowboystiefel, im Hof die Harley, im Haus die amerikanische Flagge.
Auch die ehemalige Kriegsberichterstatterin Ziri Rideaux wanderte vor 20 Jahren nach L.A. aus. In ihrer Wohnung hängen selbst gemalte Bilder. Ziri trägt Schmuck auf der Stirn und hat Dreadlocks mit bunten Steinen im Haar. Sie ist Bestatterin und gründete das erste alternative Bestattungsinstitut der USA. Die Trauerfeier für einen verstorbenen Piloten veranstaltete sie in einem Flugzeughangar, die Gäste konnten Rundflüge machen. Einen Surfer, der vom Blitz erschlagen wurde, bestattete sie auf dem Meer, umringt von Angehörigen auf Surfbrettern.
Festlegen lassen will sich hier niemand. Auch Michaela Killer aus Straßlach krempelte ihr Leben um. Sie gab ihre Karriere als Geschäftsfrau auf und kaufte mit ihrem Mann eine Ranch mit historischer Westernstadt nördlich von L.A. Heute bauen sie Pinot Noir an.
Egal ob im Gangsterviertel L.A. Watts, auf der schillernden Promenade von Venice Beach oder bei Begegnungen auf der Straße wie z.B. mit einem hawaiianischen Wunderheiler aus Bulgarien: "Stars sind hier irgendwie alle", sagt Franz X. Gernstl. "Es zählt, was Du machst. Nicht, was Du gelernt hast. Und was zur lustvollen Selbstverwirklichung taugt, ist akzeptiert."

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