Zu Hause im Dorf

Zu Hause im Dorf

Die vielfach ausgezeichnete finnische Dokumentarfilmerin Kiti Luostarinen führte ein ruheloses Leben zwischen Dreharbeiten an ganz unterschiedlichen Orten der Welt und einer selten für längere Zeit bewohnten Wohnung in der Großstadt. Sie wollte nichts besitzen und sich an nichts binden. Ihre 'Heimatlosigkeit', der ewige Wechsel, war für sie ein Zeichen von Freiheit und Unabhängigkeit - bis sie sich eines Tages entschied, in die tiefe finnische Provinz zu ziehen. Das Dorf Luhanka liegt inmitten von Wäldern und Seen und hat stolze 300 Einwohner, seit einigen Jahren gehört nun die Regisseurin dazu. Gegen jede Erwartung fiel es ihr leicht, sich einzuleben. Sie liebt die Landschaft, den Garten, die Bäume, den Fluss, die Dorfbewohner. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie sich einem Ort ganz zugehörig. 'Die Wälder, die Felder, die Seen, die ganze Landschaft wohnt mit mir zusammen', sagt sie, und: 'Der Ort, an dem wir leben, wirkt auf uns zurück, ob wir es wollen oder nicht.' Davon erzählt ihr Dokumentarfilm. Über die vier Jahreszeiten hinweg sind das Dorf und die es umgebende Natur Protagonisten des Films. Die Dorfbewohner sind organischer Teil dieses 'Charakters', dem die Kamera zusieht beim Leben, Atmen, Arbeiten und Feiern. 'Zu Hause im Dorf' ist ein poetisches, persönliches Fresko über die unverhoffte Liebe zu einem Ort.

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