Wein im Gebirge - der Klimawandel und seine Folgen

Wein im Gebirge - der Klimawandel und seine Folgen

LandschaftsbildA  

Kein anderes Land in der EU pflegt so hohen Weinbau, wie Südtirol. Bis auf 1400 Meter Meereshöhe gedeiht bester Wein. Die Gründe dafür sind zum einen der Klimawandel, zum anderen aber auch neue, frost- und pilzresistente Sorten. Immer mehr Wald- und Weideland über 1000 Meter macht dem Wein Platz. Das alles ist natürlich streng kontrolliert und reglementiert. Während viele Weinbaugebiete in Europa verkleinert werden und die Rodungsprämien der EU den Anreiz dafür geben, wird Weinbau in den hohen Bergen heimisch. Der Weingürtel ist auch nach Norden gewachsen, bis Schweden, England und Dänemark. Auch in Nordtirol wächst wieder Wein.

Denn Weinbau hatte in Nordtirol Tradition. Schon die Römer sollen vor gut 2000 Jahren in den Alpen gekeltert haben. Die erste urkundliche Erwähnung Nordtiroler Weine stammt aus dem Jahr 869. In der Gegend um Imst zeugen Flurnamen wie "Weinberg" oder "Weinleiten" von der Winzerhistorie. Heute, im Jahr 2017, beträgt die gesamte Nordtiroler Weinbaufläche rund 10 Hektar.

Das grenzüberschreitende EU-Interreg-Programm "Rebecka" erforscht die Auswirkungen der Erderwärmung auf den Anbau der Sorte Blauburgunder. Dabei arbeiten entsprechende Einrichtungen in Bozen, Graz und Klagenfurt zusammen. In den letzten acht Jahren wurden in Kärnten 150 Hektar mit Reben bestückt und 2011 erstmals 100.000 Flaschen Wein abgefüllt.

Das "Erlebnis Österreich" - gestaltet von Hartwig Mumelter - befasst sich vornehmlich mit diesen Phänomenen und lässt dabei Winzer, Wissenschafter und Wetterforscher zu Wort kommen.

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