Weihnachten in Ostpreußen

Weihnachten in Ostpreußen

In Ostpreußen, in Ermland und Masuren, beginnt der Winter früh. Oft fällt der erste Schnee schon Mitte November, überzieht eine Eisschicht die zahllosen Seen. Und so ist eine 'weiße Weihnacht' fast selbstverständlich in den masurischen Dörfern. Und selbstverständlich gelten auch noch die alten Traditionen bei den wenigen noch verbliebenen deutschstämmigen und meist protestantischen Familien wie auch bei ihren polnisch-katholischen Nachbarn. Die Roszigs und die Korzeniewskis sind miteinander befreundet, haben gemeinsam ein Schwein zum Fest geschlachtet, der Auftakt für die unmittelbaren Festvorbereitungen. In den Küchen auf beiden Höfen herrscht nun Hochbetrieb: Blut- und Grützwurst werden gemacht, Mettwurst und Schinken, Speck und Spirkel, das ostpreußische Gulasch. Natürlich wird in beiden Familien gebacken, Plätzchen und Pfefferkuchen zum Beispiel, aber es gibt auch Unterschiede. Bei den evangelischen Roszigs werden drei Tage vor dem Fest Gänse als Festtagsbraten geschlachtet, bei den katholischen Korzeniewskis gibt es Karpfen am Heiligen Abend. Schließlich ist das Festessen an diesem Abend eigentlich ein Fastenessen. Aber das ist noch nicht alles ... Wolfgang Wegner hat beide Familien in den Tagen vor dem Fest bis zum Heiligen Abend begleitet.

Bewertung

0,0   0 Stimmen