Von Kühlungsborn in die Freiheit

Von Kühlungsborn in die Freiheit

Das Ostseebad Kühlungsborn war in der DDR einer der beliebtesten Urlaubsorte am Meer. Kühlungsborn war aber auch bevorzugter Ort für Fluchtversuche über die Ostsee: die Küste von Schleswig Holstein - gerade einmal 38 Kilometer entfernt, die internationale Schifffahrtslinie in Sichtweise. Noch heute erinnert ein Grenzwachturm in unmittelbarer Strandnähe an die Zeit, als für DDR-Bürger die Welt hinterm Horizont zu Ende war. Peter Döbler, Jörn Wiek, die Familie Kostbade - sie haben diese Welt aus ganz unterschiedlichen Gründen hinter sich gelassen - haben die DDR schwimmend, im Falt- und im Schlauchboot verlassen. Andere, wie der junge Klaus Drafehn, sind direkt am Strand von Kühlungsborn verhaftet worden. Was ist aus ihnen geworden? Im Museum am Grenzturm werden die Geschichten aufbewahrt und in der Sendung 'Von Kühlungsborn in die Freiheit' noch einmal erzählt. Interessieren sich junge Menschen, wie zum Beispiel eine Kühlungsborner Schulklasse, heute noch für die Erlebnisse ihrer Eltern und Großeltern? Wie funktionierte das Nebeneinander von unbeschwertem Urlaub und fast lückenloser Überwachung? Warum kommen jetzt, fast 25 Jahre nach Grenzöffnung, immer häufiger Ost- und Westdeutsche direkt unter dem Grenzturm ins Gespräch über die Zeit, als Fehmarn zwar sichtbar, aber für Kühlungsborner Einwohner und Urlauber unerreichbar war?

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