Vietnam - Auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad

Vietnam - Auf dem Ho-Chi-Minh-Pfad

AuslandsreportageD  

Durch das zentrale Hochland von Vietnam, nahe der kambodschanischen Grenze, führt der Ho-Chi-Minh-Pfad, heute eine stark befahrene Bundesstraße. Während des Krieges war er ein logistisches Wegenetz, über das der kommunistische Norden seine Truppen im Süden versorgen konnte. Die Lebensmittel für die Soldaten und Guerilla-Kämpfer stammten zum großen Teil aus Vinh Moc, einem Dorf, das direkt am Ho-Chi-Minh-Pfad liegt. Um sich vor den Bomben zu schützen flüchteten die Bewohner unter die Erde, in ein mühsam gegrabenes Tunnelsystem. Die 46 Jahre alte Gui war eins von 17 Babys, die in den Tunneln geboren wurden. Die ersten sechs Jahre ihres Lebens verbrachte sie unter der Erde. 'Manchmal durften wir kurz raus. Statt zu spielen, rannten wir einfach nur, weil wir so froh waren, draußen zu sein.' Heute, fast vierzig Jahre nach Kriegsende, sieht man kaum noch etwas von den Schäden, auch wenn sich der Dschungel nur langsam von den Herbiziden erholt. Der Ho-Chi-Minh-Pfad führt sogar durch ein UNESCO-Weltnaturerbe: der Phong Nha Ke Bang-Nationalpark. Hier haben Forscher vor wenigen Jahren die größte Höhle der Welt entdeckt. Über unterirdische Flüsse können Besucher per Boot in den Berg fahren und das Naturwunder bestaunen - bizarre Formen von Stalaktiten und Stalagmiten, die vor 400 Millionen Jahren gewachsen sind. Ein Film von Karin Feltes.

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