Verschleppt und verkauft

Verschleppt und verkauft

In der russischen Föderation arbeiten über eine Million Menschen unter sklavenähnlichen Bedingungen, so Schätzungen. Es geht um Arbeitssklaven wie Sascha. Er kam aus der Nähe von Moskau in die Hauptstadt, auf der Suche nach Arbeit, vertraute sich schließlich einem Schlepper an. Der betäubte ihn mit KO-Tropfen. Sascha wachte in der Kaukasusrepublik Dagestan auf, in einer Ziegelei. Dort arbeitete er wochenlang ohne Lohn, bis er von Freiwilligen der Hilfsorganisation "Alternativa" befreit wurde. "Ich hatte Angst, dass man mich töten würde, wenn ich einfach abhaue", sagt er heute, zurück in Moskau. Nach absoluten Zahlen steht Russland auf der jüngsten Liste der Menschenrechtsorganisation "Walk Free Foundation" auf Platz 7 ihres "Welt-Sklaven-Index", relativ nach Einwohnerzahl ist es immerhin noch Platz 16. Die Zahlen beschreiben einen Missstand, der in Gesellschaft und Politik durchaus bekannt ist.

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