Vermisst - wenn Menschen verschwinden
Allein 2014 gingen bei der Polizei rund 7.200 Vermisstenmeldungen für Kinder bis 14 Jahren ein. Tausendfache Angst der Eltern, ihrem Kind könnte etwas zugestoßen sein. Fast alle Fälle konnten bis heute geklärt werden. Meist waren die Kinder schon nach wenigen Stunden oder Tagen wieder zu Hause.
Anders im Fall der fünfjährigen Inga aus Schönebeck. Seit Anfang Mai fehlt von dem Mädchen jede Spur. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens am 2.5.2015 war die Kleine zu Besuch im Stendaler Ortsteil Wilhelmshof und wollte mit anderen Kindern im Wald Holz für ein Lagerfeuer sammeln. Von dort ist das Mädchen nicht zurückgekehrt. Die Polizei suchte tagelang mit großem Aufwand nach dem Kind, spezielle Spürhunde und Hubschrauber wurden eingesetzt. Doch bis heute blieb die Suche erfolglos. Wie lange sucht die Polizei in einem solchen Fall und mit welcher Intensität? Wann endet eine solche Fahndung? Wie ist der aktuelle Ermittlungsstand? Erstmals spricht der Ermittlungsleiter im Fall Inga. Etwa die Hälfte aller Vermisstenfälle sind Kinder.
Insgesamt bleiben aber nur etwa 3% der Menschen länger als ein Jahr verschwunden. Was aber bedeutet das für die Angehörigen? Wie gehen sie mit der Ungewissheit um? Wer hilft ihnen und wie lange sucht man jemanden aktiv? "Exakt - Die Story" spricht u.a. mit einer Frau, deren Mann vor Monaten verschwand und sie mit Mietschulden zurückließ. Gemeinsam mit einem Detektiv versuchen die Frau und die Fernsehmacher, den Mann zu finden. Einen Detektiv hat auch Sandra Mittank eingeschaltet. Ihr 28-jähriger Sohn Lars verschwand vor gut einem Jahr in Bulgarien. Der Fall ist sehr mysteriös. Dennoch hat Sandra Mittank die Hoffnung ihren Sohn lebend zu finden, auch wenn die Ermittlungen schwierig sind.
Es sind nur sehr wenige Vermisstenfälle, bei denen es sich am Ende um ein Tötungsdelikt handelt. Doch wie geht die Polizei vor, wenn es keine Leiche gibt, ein Mord aber möglich sein könnte. Experten erklären, wie mit modernen Methoden solche Fälle gelöst werden.