Vergessene Katastrophen - Tod im Ferienlager

Vergessene Katastrophen - Tod im Ferienlager

Geschichte 

Der 24. August 1965 - ein warmer Sommertag. Die Kinder des Ferienlagers liegen zur Mittagsruhe am Strand des Riewend-Sees. Auf dem See ein Schwimmpanzer der NVA. Als er ans Ufer fährt und ein Soldat fragt, ob jemand mitfahren will, ist die Mittagsruhe augenblicklich zu Ende. Alles geht gut bei der ersten Runde. Bei der zweiten Runde sitzen bereits 35 Kinder und Betreuer auf dem stählernen Monstrum. Dann die Katastrophe. Mitten auf dem See neigt sich der Panzer plötzlich vorn über und versinkt. Der Panzerfahrer und ein Teil der Kinder können abspringen, andere werden mit in die Tiefe gezogen. Die schreckliche Bilanz: sieben Jungen und Mädchen sind tot.
MDR-Autor Dieter Fuchs geht in seinem Film einer Geschichte nach, die er seinerzeit selbst unmittelbar miterlebt hat. Er war damals 14 Jahre und eines der Ferienkinder, die sich auf dem Unglücks-Panzer befanden. Ihm ist es gelungen, viele der Zeitzeugen - Kinder, Betreuer, Retter, Angehörige - für Gespräche und Interviews zu gewinnen. Entstanden ist eine nüchterne Bestandsaufnahme, die den Hintergründen und Ursachen der Katastrophe nachspürt und dabei auch wieder bemerkenswerte Einblicke in die DDR-Gesellschaft zu Tage fördert.

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