Vaterland

Vaterland

In Sachsen-Anhalt nahe der Stadt Zerbst liegt das Dorf Straguth, ein unwesentlicher Flecken. Seit die russische Armee abgezogen ist, steht die Zeit still. Der Film beschreibt, wie der Filmemacher Thomas Heise sagt, 'Menschen dieses stillen Ortes, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gleichzeitig geschehen'. Bei dem ausgewählten Drehort handelt es sich um einen kleinen Ort nahe Zerbst in Sachsen-Anhalt. Dieses Dorf und seine Umgebung sind nicht nur Drehort, sondern werden gleichermaßen zum Zentrum der Reflexion über Kultur, Geschichte und Schicksale in dieser Region. Die Vorgehensweise des Films ist nicht die journalistische Recherche oder Ermittlung von Fakten. Das Team lebt dort unter den Menschen und zieht sich nicht zurück. Dabei werden die Geschichte des Ortes und die Beziehungen der Bewohner beobachtet. Es handelt sich um eine archäologische Reise zu Landschaft, Menschen und Dingen - Spuren von Zeitenwechsel und Übergang, Bilder aus weiter Landschaft und mit detaillierter Zeichnung der Menschen darin. Einige Menschen, deren Geschichten, Erinnerungen und Fragmente Bestandteil des Films sind, leben noch, andere sind bereits verschwunden. Obwohl die Biografien dieser Menschen einander vornehmlich fremd sind, verbindet sie doch die Beziehung zu diesem Ort.

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