Und dann kam die Flut ...

Und dann kam die Flut ...

'Ich weiß, was die Elbe kann!' Wolfgang Stumph erinnert sich noch genau an jene Jahre, in denen sein Schrebergarten buchstäblich zum Wassergrundstück wurde. Dennoch erschütterte es den Schauspieler und Kabarettisten, als seine Heimatstadt in den Fluten des Hochwassers von 2002 versank. 'Mein Dresden ist einmal abgesoffen. Das soll nie wieder passieren!' Und so kehrt bei jedem länger anhaltenden Regen die Angst zurück. Nie wieder möchte er ein Drama erleben wie in den Augusttagen vor zehn Jahren. Elbe, Weißeritz, Müglitz, Mulde & Co.
eigentlich träge und idyllische Flüsse - wurden zu alles mitreißenden Gewässern. Häuser, Autos sowie Menschen wurden zu Spielzeugfiguren und manchmal von den Wassermassen begraben. Dramatische Bilder haben sich in die Köpfe gebrannt. 21 Menschen starben, ganze Landstriche standen unter Wasser. Es gab Sachschäden in Milliardenhöhe. Meteorologe Jörg Kachelmann warnte mit seinen Kollegen vor der höchst gefährlichen Wetterlage. Doch keiner wollte ihnen glauben, als mit dem Tief 'Ilse' sehr kalte Luft weit oben übers warme Mittelmeer zog. Dabei zählt diese Konstellation zu den gefährlichsten überhaupt. Aus dem aufregenden Naturschauspiel wurde ein Drama ungeahnten Ausmaßes. Viele Prominente steckten in Dreharbeiten oder Proben. Manch einer war auf dem Weg in den Urlaub oder schon auf dem Heimweg. Für viele dürfte die Flut trotz der Vorhersagen überraschend gekommen sein. Für uns kramen Wolfgang Stumph, Carmen Nebel, Hardy Krüger, Jörg Kachelmann und viele andere in ihren Erinnerungen. Dramatische, überraschende und auch positive Momente lassen ein neues Bild entstehen. Und bei manch damaligen Dreharbeiten dürfen wir im Nachhinein auch hinter die Kulissen schauen. Ein Abend wechselvoller Gefühle.

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