Tödliche Fracht

Tödliche Fracht

Schon beim nächsten Griff in das heimische Apothekenschränkchen könnte man ein gefälschtes Medikament in den Händen halten. Denn auf dem europäischen Markt tauchen immer mehr davon auf. Für Händler und Fälscher geht es um Milliardengeschäfte. Das zieht das organisierte Verbrechen an: Denn mit Medikamentenfälschungen lässt sich weitaus mehr verdienen als mit Drogen. Die Gefahr, dabei gefasst zu werden, ist zudem deutlich geringer, ebenso wie die zu befürchtenden Strafen. Der kriminelle Medikamentenhandel hat inzwischen weltweit eine so bedrohliche Dimension erreicht, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO die Ermittler von Interpol um Unterstützung gebeten hat. Viele Staaten in Europa arbeiten unter Hochdruck daran, dieser neuen Form der Kriminalität beizukommen. In den Ländern der Dritten Welt hat der Handel mit gefälschten Medikamenten bereits Tausende Menschenleben gekostet. Nun schlagen die ermittelnden Behörden in Europa und den USA Alarm. Pharmakonzerne sehen durch die massenhaften Fälschungen ihre Gewinne bedroht. Aber schlimmer noch: Der illegale Handel gefährdet längst die Gesundheit jedes Einzelnen, denn über das Internet gelangen jährlich Tonnen gefälschter Viagra-Tabletten, Blutdruckmittel, Appetitzügler und vermeintlicher Krebspräparate an Ärzten und Apotheken vorbei in die Haushalte. Die Folgen für die Käufer können tödlich sein. Die Dokumentation 'Tödliche Fracht' verfolgt weltweit die Entstehung und den Vertrieb gefälschter Medikamente. Sie begleitet Fälscher und Fahnder, Hersteller und Händler und durchleuchtet die erschütternde Funktionsweise dieses Schattenmarktes.

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