Tibet - Im Tal der Goldenen Affen

Tibet - Im Tal der Goldenen Affen

In einem abgelegenen tibetischen Dorf im Himalaya wohnen die beiden Freunde Ziri und Zhadui. Ihre Idole sind gleichermaßen der Dalai Lama, Justin Bieber und der große kommunistische Reformer Deng Xiaoping. Ihre Religion gibt ihnen Halt, China eine Zukunft und den Anschluss an die globale Jugendkultur. Hinter dem schlammigen 4300 Meter hohen Himalaya-Pass liegt der boomende Teil Chinas. Auf dieser Seite des Berges leben nur Tibeter. Sie gehören seit über 60 Jahren politisch zu China, dabei sprechen die meisten Tibeter nicht einmal Chinesisch. Sie haben weder Peking noch Lhasa, die Hauptstadt Tibets, je gesehen. Ziri und Zhadui halten immer zusammen. Ihre Familien sind Bauern. Wie ihre Vorfahren bauen sie hier schon seit Jahrhunderten Walnüsse, Trauben und Äpfel an. Im Frühjahr treiben Ziri und Zhaodui ihre zotteligen Yaks auf die Weiden, die über 5000 Meter hoch liegen. Ihr Alltag ist einfach, hart und traditionell tibetisch. Aber heute sind sie froh, auch ein Teil der Globalisierung zu sein: Den Preis ihrer seltenen Pilze können sie per Handy abfragen. Sie werden frisch gepflückt sofort nach Japan geflogen, wo sie für viel Geld verkauft werden. Doch die Lebensziele von Ziri und Zhadui könnten unterschiedlicher nicht sein. Ziri will in seinem Dorf bleiben und den Hof seiner Eltern übernehmen. Zhadui lernt Chinesisch und will sein Dorf verlassen. Weiter unten im Tal sprengen die Chinesen bereits Autobahnen durch die Felsen. Wird das neue China das alte Tibet zerstören?

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