The Cooler - Alles auf Liebe

The Cooler - Alles auf Liebe

Bernie (William H. Macy) ist ein Pechvogel. Wenn er Kaffee bestellt, ist garantiert die Milch sauer, hat er es eilig, stehen stets alle Ampeln auf Rot. Da Bernie jede Menge Spielschulden angehäuft hat, arbeitet er im legendären 'Shangri La' in Las Vegas als so genannter 'Cooler'. Gewinnt ein Spieler zu viel, setzt Kasinochef Shelly Kaplow (Alec Baldwin) einfach den Unglücksraben Bernie mit an den Tisch, und mit der Glückssträhne ist es ganz schnell vorbei. Auch in der Liebe läuft es für ihn eher deprimierend, jedenfalls bis er sich unversehens in die Kellnerin Natalie (Maria Bello) verguckt. Und das Unglaubliche geschieht: Natalie gibt Bernie tatsächlich eine Chance. Fortan schwebt er auf Wolke sieben, verliert aber von Stund an sein Talent als Cooler und kostet das 'Shangri' La viel Geld. Klar, dass sich der Kasinoboss das nicht lange tatenlos ansieht. Regisseur und Drehbuchautor Wayne Kramer verwob in seinem Regiedebüt geschickt verschiedene Mythen des alten Las Vegas. Die mafiösen Strukturen des Spielerparadieses, die autokratischen Kasinobetreiber und natürlich die - frei erfundene - Zunft der Cooler. Dass sich ausgerechnet im Glücksspiel der amerikanische Traum vom gloriosen Aufstieg für jedermann erfüllen kann, davon handeln unzählige Hollywoodmärchen, von 'Viva Las Vegas' (1956) über Robert Altmans 'California Split' (1974) bis hin zu 'Ocean's Eleven' (2001). Für die 'gute alte Zeit' der traditionellen Kasinos steht in 'The Cooler - Alles auf Liebe' die Figur des Shelly. Alec Baldwin gibt ihn als Patriarch der alten Schule, als herrischen, aber loyalen Boss, der Mühe hat, sich seinen potenziellen Nachfolger vom Leib zu halten. Denn der ehrgeizige Jungmanager Larry (Ron Livingston) würde das 'Shangri La' nur allzu gern übernehmen und gehörig umkrempeln. Kramers Regiedebüt ist ein warmherziges Spielermärchen mit nostalgischem Flair, trockenem Witz und drei umwerfenden Hauptdarstellern. Weniger Glück war Kramer dagegen mit seiner nächsten Regiearbeit, 'Running Scared', beschieden.

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