Terra XXL: Zeugen der Vergangenheit

Terra XXL: Zeugen der Vergangenheit

Berlin, Frauenklinik der FU, Röntgenstation. Der Krankenhaus-Alltag wird durch eine außergewöhnliche Aktion unterbrochen: Statt lebender Patienten werden Mumien auf dem Röntgentisch untersucht. Mit modernen Forschungsmethoden wollen Mediziner, Archäologen und Anthropologen herausfinden, was in den unförmigen Stoffpaketen steckt, wie alt die Verstorbenen bei ihrem Tod waren, welche Krankheiten sie möglicherweise hatten, auf welche Weise sie bestattet wurden. Fest steht bisher nur, daß sie bereits vor etwa 4000 Jahren starben und aus einem fremden Kulturkreis stammten, aus Peru. Dorthin, in das Goldland der Inkas, führt dann der weitere Verlauf der Dokumentation. Sie berichtet vom sagenumwobenen Aufstieg eines kleinen Indianerstammes zur politischen Elite Südamerikas, von den staunenswerten Überresten des kurzlebigen Inkastaates, dem es zwischen 1437 bis zur spanischen Eroberung 1532 gelungen war, zahlreiche Völker von Ecuador bis Mittelchile zu unterwerfen und in einem riesigen Reich zu vereinen. Der Film stellt die alte Inka-Hauptstadt Cusco vor, deren Architektur die meisterhafte Baukunst der Sonnenkrieger noch heute widerspiegelt. Er erklärt das geniale System der Zitadelle von Sacsahuaman, eine der gewaltigsten Festungen der Welt, und führt zu den nahegelegenen magischen Felsheiligtümern von Kenko und Tampu Machay. Er zeigt die hängenden Gärten von Pisao und Ollantaytambo, mächtige Terrassenanlagen, auf denen seit 500 Jahren Mais und Kartoffeln geerntet werden, und stellt das noch heute perfekt funktionierende Kanalsystem von Tipon vor, das sich deutsche Wasserbauingenieure der GTZ (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) zum Modell für moderne Bewässerungsanlagen in Peru nahmen.

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