Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg

"Tannhäuser ist Außenseiter in einer Welt, die sich in den besinnungs und zeitlosen Rausch des immer Gleichen sowie der irrationalen Emotion und in eine nicht mehr veränderungsfähige geregelte Rationalität aufgespalten hat", so beschreibt Richard Wagner den Zwiespalt seines Titelhelden. Auf der Suche nach Originalität gibt sich Tannhäuser dem Rausch des Venusbergs hin und sucht gleichzeitig nach Halt in der streng reglementierten Welt der ritterlichen Gesellschaft. Einzig der Tod der treu liebenden Elisabeth, ein Ausstieg aus der irdischen Struktur, bringt Tannhäuser Erlösung. Wagners Oper thematisiert im "Sängerkrieg auf der Wartburg", bei dem mittelalterliche Minnesänger wie Wolfram von Eschenbach oder Walther von der Vogelweide vertreten sind, die Suche des zerrissenen Künstlers nach Hingabe und Liebe. In einer Inszenierung des für seine suggestiven Bildwelten bekannten Regisseurs Romeo Castellucci singt die Sopranistin Anja Harteros als Elisabeth unter anderem neben dem Tenor Klaus Florian Vogt in der Titelpartie, dem Bariton Christian Gerhaher als Wolfram, der Sopranistin Elena Pankratova als Venus und Georg Zeppenfeld als Landgraf. Kirill Petrenko, Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper und designierter Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, hat die musikalische Leitung der Neuproduktion inne.

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