Tag ohne Ende

Tag ohne Ende

(Men in War) Leutnant Benson führt eine kleine Patrouille in Korea. Benson ist menschlich, intelligent, mutig, ein wirklich guter Offizier. Dann taucht ein Jeep auf, mit dem brutalen, grinsenden Sergeant Montana als Fahrer; neben ihm sitzt ein schweigsamer, völlig weggetretener Oberst, den der Sergeant anzubeten scheint: Er steckt ihm die Zigaretten an, kümmert sich um sein Äußeres, verwöhnt ihn, passt auf ihn auf. Der Oberst verharrt den ganzen Film hindurch in seiner Lethargie, und so dreht sich der Film um die beiden anderen Charaktere, die beiden Soldatentypen, den intelligenten, gesetzten, logischen Leutnant und den instinktiveren, aber auch überlegeneren, weil mit der Gegend besser vertrauten Sergeant, der losballert, wenn sich nur ein Grashalm bewegt. Gefangene machen, davon will er nichts hören. Der Film endet nüchtern: Drei Überlebende, ringsherum Leichen und ein paar nutzlose Tapferkeitsorden ...
Tag ohne Ende' ist ein radikales, wie eine Vorwegnahme von Anti-Vietnamkriegsfilmen wirkendes Soldaten-Drama, das vom Kriegsalltag 'im Kleinen' erzählt: Für Heldentum gibt es weder Anlass noch Gelegenheiten, eine verteidigenswerte 'Sache' gibt es auch nicht; alles Menschliche ist schwer zu bewahren und kann jederzeit ausgelöscht werden.

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