Strawinsky: Movements

Strawinsky: Movements

Strawinsky: Movements Aufzeichnung aus dem Festspielhaus Baden-Baden, 2005 Sylvain Cabreling dirigiert das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg Am 11. März 1958 fragte Vladimir Nabokow bei Strawinsky nach, ob er bereit sei, gegen ein Honorar von fünfzehntausend Dollar ein Stück für Klavier und Orchester für die ausgezeichnete junge Schweizer Pianistin Margrit Weber zu schreiben. Am 30. Juli 1959 schloss er die Partitur ab, die Uraufführung fand am 10. Januar 1960 in New York unter der Leitung von Igor Strawinsky statt. Die Movements heben die herkömmliche Vorstellung von einem Konzert für Klavier und Orchester auf, indem sie alle Instrumente zu einer nicht mehr lösbaren strukturellen Einheit ohne jede virtuose Brillanz oder Entfaltungsmöglichkeit für den Solisten verbinden. Strawinskys serieller Altersstil verzichtet auf emotionale Wirkungen, wenn auch nicht auf Farbigkeit, die allerdings erst erkennbar wird, wenn man sich in die eher spröde Tonsprache eingehört hat. Pierre-Laurent Aimard wurde in Lyon geboren und kam schon als Zwölfjähriger an das Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. Als Schüler von Yvonne Loriod lebte er im nächsten Umfeld Olivier Messians; für dessen Werke er schon bald ein besonderes Interesse entwickelte. Weiter Studien führten ihn zu Maria Curcio und später nach Budapest zu György Kurtag. Anschließend besuchte er vier Jahre lang Seminare über die musikalische Analyse der Kompositionen von Pierre Boulez. 1973 gewann er den ersten Preis beim Messiaen-Wettbewerb. Drei Jahre später, im Alter von 19 Jahren, wurde er von Pierre Boulez als Solopianist beim Ensemble InterContemporain engagiert, dessen Mitglied Aimard 18 Jahre bleibt. 15 Jahre lang arbeitete er eng mit György Ligeti (gest. 2006) zusammen, dessen gesamtes Klavierwerk er einspielte.

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