Steffens entdeckt ... (10/10)

Steffens entdeckt ... (10/10)

DokureiheD  

Filmemacher Dirk Steffens reist nach Patagonien auf die Halbinsel Valdés zu den Seeelefanten. Die Eltern haben die Jungtiere bereits einen Monat nach der Geburt verlassen. Die keineswegs menschenscheuen Jungen, die oft schon 200 Kilo auf die Waage bringen, bleiben ein paar Wochen ohne Nahrung, bevor sie sich ins Meer begeben. Zwischen Juni und November tummeln sich vor der Küste Hunderte von Glattwalen. Ihre dicke Speckschicht ist immer wieder das Ziel von Möwen, die auf die Wale einhacken, um sich von deren Speck zu ernähren - ein Phänomen, das noch nicht endgültig erforscht ist. Trotz der globalen Erwärmung der Meere, dem schwindenden Krillbestand und des Walfangs hat der intensive Schutz der Riesensäuger vor Patagonien Erfolg gezeigt und den Bestand wachsen lassen. Dirk Steffens reist in die Sierra Paileman. Hier leben ausgewilderte Kondore, die an der Küste Patagoniens heimisch werden sollen. Die Tiere stammen aus dem Zoo von Buenos Aires. Um ein Junges zu füttern, bedient sich Dirk Steffens einer Handpuppe mit dem Kopf eines erwachsenen Kondors, damit das Jungtier bis zur Auswilderung keinen Menschen zu Gesicht bekommt. In Punta Tombo beobachten Forscher der Universität Patagonien etwa eine halbe Million Magellanpinguine, sie werden gezählt, vermessen und gewogen. Dass der Bestand der Pinguine einigermaßen stabil bleibt, führen die Wissenschaftler nicht zuletzt darauf zurück, dass Öltanker nicht mehr so nahe an die Küsten heranfahren dürfen und somit die Verschmutzung zurückgegangen ist. Steffens nächstes Ziel ist El Condor. An der Steilküste aus Sandstein finden sich 35.000 Nester von Felsensittichen. Es ist die größte Papageienkolonie der Welt. Bis vor kurzem wurden die Tiere gefangen und vor allem nach Europa verkauft. Seit 2007 ist die Einfuhr durch eine EU-Richtlinie verboten. Tierfilmer Dirk Steffens zeigt mit seiner Reise, dass Klimawandel und Umweltverschmutzung auch vor der Küste Patagoniens nicht Halt machen. Doch gerade hier wird deutlich, dass die Tiere eine echte Chance haben, wenn man sie konsequent schützt.

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