Soirée Gérard Depardieu
Mit nur 13 Jahren verließ Gérard Depardieu die Schule, um sich auf der Straße durchzuschlagen. Als junger Mann entdeckte er nach einem Theaterbesuch das Schauspiel für sich - und landete 1974 in Betrand Bliers Film "Die Ausgebufften" einen skandalösen, gleichwohl uneingeschränkten ersten Erfolg. Trotz seiner Eskapaden und Ruppigkeiten ist er heute einer der bekanntesten und beliebtesten Schauspieler, dies auch weit über Frankreich hinaus. Depardieu, das ist zum Beispiel "Der Bulle von Paris", das ist "Der Loulou" oder "Die Sonne Satans", um nur drei der Filme seiner erfolgreichen Zusammenarbeit mit Regisseur Maurice Pialat zu nennen.
ARTE zeigt an einem Abend die Filme "Den Mörder trifft man am Buffet" (1979) und "Der Bulle von Paris" (1985). In der bitterbösen Satire "Den Mörder trifft man am Buffet" von Bertrand Blier nimmt Depardieu den Zuschauer mit in eine dubiose, gefühlskalte Großstadtkulisse. Der von Depardieu verkörperte Ermittler Alphonse spielt mit einem Klappmesser und wenig später gibt es einen Toten. Doch damit hat das Morden noch kein Ende ...
Als "Der Bulle von Paris" ist Depardieu ein verletzlicher und zugleich aggressiver Polizist, der bei seinen Ermittlungen selbst zwischen die Fronten gerät, als er sich in eine schöne Verdächtige verliebt. In der Manier des klassischen Film Noir zeigt der Film das Paris der 80er Jahre mit schönen Frauen und enttäuschten Polizisten, die in weißgefliesten Räumen mit unlauteren Mitteln tatsächliche oder angebliche Verdächtige vernehmen. Für seine Rolle als Louis Mangin wurde Depardieu 1985 bei den Filmfestspielen von Venedig als bester Schauspieler ausgezeichnet.