Showdown am Rio Grande

Showdown am Rio Grande

Die gefährlichste Stadt der Welt - Bagdad? Kabul? Nein, dieses zweifelhafte Prädikat verdient sich eine Stadt direkt an der Grenze zu den USA - die mexikanische Ciudad Juárez. Dort wurden im vergangenen Jahr allein 2.500 Menschen getötet, das entspricht einer Quote von 190 Morden pro 100.000 Einwohner. In Juárez allein starben 2009 mehr Zivilisten als in ganz Afghanistan - das ist der fürchterliche Blutzoll des Drogenkriegs. Hier wird im Stundentakt gemordet. Die Grenzstadt Ciudad Juárez ist eine der wichtigsten Transitrouten für Kokain und andere Drogen in die USA, und hier haben die Mafiosi eine unglaubliche Macht. Die Perspektivlosigkeit in dieser Wüstenstadt treibt viele Jugendliche in den Drogenhandel. Polizisten gelten in Mexiko oft als korrupt, aber diejenigen, die sich nicht bezahlen lassen, stehen unter ständiger Lebensgefahr, ihre Arbeit ist gefährlich und der Tod in Juárez ist ein ständiger Begleiter. Im Gefängnis von Juárez sitzen einige der rivalisierenden Banden-Mitglieder ein. Es ist nicht ungefährlich, mit solchen Drogenkriminellen Kontakt aufzunehmen - aber manche packen vor der Kamera aus. Für diese Reportage begeben sich der SWR-Korrespondent Stefan Schaaf und sein Team in die Hölle des Drogenkriegs und müssen dabei so vorsichtig vorgehen wie bei einem Frontbesuch - nur, dass man in Juárez nie weiß, wo die Front verläuft.

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